Mysore Market

Mysore Market

Seiten

Montag, 25. August 2014

Es geht los! - So langsam dann mal wirklich...

Wir haben endlich einen Plan, was wir hier machen sollen, also so grob... immer noch bisschen ungenau... eigentlich ist es, was auch immer wir wollen... :)
Also, der Plan ist zunächst einmal, dass wir beide im September jeden morgen zwei Klassen für jeweils 1,5 Stunden unterrichten sollen – das Fach können wir uns aussuchen. Nachmittags sind wir dann wieder für eine Stunde noch im Kindergarten.
An sich nicht schlecht, ein bisschen Angst hab ich aber trotzdem, weil ich einfach mal eben alleine eine Klasse übernehmen soll. Vor allem sind wir eher wie Freunde und spielen mit denen fangen und jetzt muss ich die auf einmal mit Mathe quälen. Wir wollen natürlich einen möglichst collen Unterricht gestalten, aber wie macht man das eigentlich?
Um uns das zu überlegen haben wir allerdings noch ein langes Wochenende, da alle Schüler am Mittwoch übers Ganesha Festival nach Hause fahren. Ich bin mal gespannt wie das so wird.
Im Oktober, wenn die Schüler Ferien haben, können wir leider nicht wie geplant den Süden Indiens bereisen, sondern wir unterrichten in Straßenkinder in einem Projekt hier in der Nähe. Auf der einen Seite finde ich das echt cool, angesichts der Tatsache, dass wir uns hier ja ein wenig überflüssig vorkamen, andererseits müssen wir mal gucken, wie wir jetzt unsere ganzen Reisepläne unterkriegen. Hinzu kommt, was zwar verständlich aber unpraktisch ist, dass die Headmistress nicht will, dass wir als Mädchen alleine reisen. Wir müssen uns also irgendwoher noch jemanden suchen. Aber das hat ja noch Zeit.
Was die Kinder angeht, sind die alle echt super – zwar manchmal anstrengend aber im allgemeinen echt lieb. Gestern Abend sind sogar die Senior Jungs gekommen, die sich sonst eher zurück gezogen hatten, und haben ein Lied gesungen – wir hatten einen Deal mit den Kleinen, wir singen ein deutsches Lied und dafür musste jeder von ihnen auch ein Lied singen. Das war echt lustig, ich wünschte ich hätte es für euch aufnehmen können. Die Chancen stehen aber jedenfalls ganz gut, dass das hier doch noch ein zu Hause für uns wird.

We finally have a plan about what we are going to do, well roughly… pretty vague… it’s basically whatever we want… :)
Well, for now the plan is that, starting September, each of us will teach two groups of students 1,5 hours in the morning each – basically in whichever subject we like. In the afternoon we will be in the kindergarten for one hour.
It doesn’t sound too bad but I’m still a little nervous because they simply put me in front of an entire class, just like that. It’s also kind of weird because we are rather friends to the students and we play catch with them in the afternoon and now we have to annoy them with math. Of course we will try to make it a little fun but how do you even do that?
Well, at least we have a long weekend to think about that because all the students will go home on Wednesday for the Ganesha Festival. We’ll see how everything goes.
Bad news is that in October, when the kids have holiday, we can’t go traveling the south as planned because we will be teaching kids from the streets, in a project nearby. On one hand it’s cool because it’s what we thought we would be doing in the first place; on the other hand we now have to see how we can manage all our traveling plans. Furthermore, the headmistress doesn’t want us, two girls, to travel alone which is understandable but now we have to find someone to travel with us or something like that. But there is still some time to figure that out.
About the kids, they are really great – sometimes a little difficult to handle but all in all very nice. Last night even the senior boys, who usually kept to themselves, came to us to sing a song – we had a deal with the little ones that we would sing a German song and then they had to sing a song as well. It was so much fun, I wished I could have recorded it for you guys but either way there is a chance of this becoming something like a home to us.

Donnerstag, 21. August 2014

Hm...

Wir sind also im Projekt angekommen und es gibt sogar W-Lan – schlechtes, aber immerhin. Im Moment geht es uns ganz gut, aber schon in den ersten drei Tagen hier hatten wir einige Hoch und Tiefs. Direkt bei unserer Ankunft waren wir zunächst sehr positiv von der Anlage überrascht, die wirklich sehr schön ist und der erste Kommentar war, dass man hier ja genauso gut Urlaub machen könnte.
Wir haben hier zusammen ein Zimmer – neuerdings auch mit Tür und anschließender „Dusche“, was wirklich sehr nett ist, da wir jetzt nicht jeden Morgen über den Campus laufen müssen und nicht mehr im Schlafanzug mit „Good morning, Ma’am“ angesprochen werden. Es ist so schon irgenwie seltsam mit Ma’am angesprochen zu werden, von Kindern die kaum jünger sind als wir.
Die erste Ernüchterung kam Dienstag morgen, als wir zu den Kindergartenkindern gegangen sind, um dort zu helfen, denn wir hatten einfach gar nichts zu tun – auch wenn die Kinder echt süß sind. Da werden wir jedoch wahrscheinlich eh nur diese Woche sein, da die anderen Jahrgänge gerade alle Klausuren schreiben und da noch weniger zu tun wäre.
Wir haben uns also wieder etwas Mut zugesprochen und sind am Mittwoch möglichst unvoreingenommen gegnüber den Lehrmethoden in den Kindergarten gegangen. Nach den ersten Unsicherheiten am Dienstag sind wir jetzt auch nicht mehr die fremden Weißen was sehr angenehm ist. Die Kinder schenken uns immer mehr vertrauen und sie haben sich riesig über die Kaubonbons mit Tattoos gefreut, die ich mitgebracht hatte (danke Stefan ;)).
Nach dem Abendessen sind dann ganz viele Kinder auf uns zugekommen und haben alle möglichen Fragen gestellt und ob wir auch bei ihnen sein würden, was uns nochmal neue Motivation gegeben hat.
Alles in allem müssen wir uns zwar wahrscheinlich von dem Gedanken verabschieden, der „Retter in der Not“ zu sein, aber wir versuchen es mehr und mehr einfach als kulturellen Austausch zu sehen und es ist doch gar nicht so schlecht, wenn die Kinder hier schon etwas früher von anderen Kulturen hören, oder?... :)



So we arrived at the project and there is even wifi – it’s not that fast but still better than nothing. We are doing fine at the moment but there already have been some ups and downs during our first three days here. At our arrival we were pleasantly surprised by the appearance of the campus because it looks as it could be a holiday resort.
The two of us share a comfortably sized room – now also including a door and a shower en suite, which is really nice because now we don’t have to cross the entire campus in the morning and we won’t be called “Ma’am”, wearing our pajamas. Already in normal circumstances it is kind of weird being called Ma’am by kids who aren’t that much younger than us.
The first disenchantment came Tuesday morning, when we went to the kindergarten children to help because there really wasn’t anything to do – even though the kids are really cute. We are just going to be there for one week, however, anyways because the other students have exams going on this week and there would be even less to do.
So we tried to encourage each other a little bit and went back to kindergarten on Wednesday, trying to be as unbiased towards the teaching methods, as possible. The first insecurities from Tuesday are slowly fading and we are not the white strangers anymore. They trust us more and more and they really liked the candy I had for them with tattoos inside.
After dinner there were also many kids surrounding us, asking us all kinds of questions and also when we would come to their classes which really motivated us.
All in all we will probably have to say goodbye to the thought of being the “knight in shining armor” but we try to see it as a cultural exchange and if the only thing we do is tell Indian kids about Germany and the rest of the world, it wouldn’t be too bad either, right?... 
:)
P.S.: Sorry, my English is terrible :/

Sonntag, 17. August 2014

Es geht los!

Orientation Camp ist ja schön und gut und ich hatte wirklich eine schöne Woche hier, aber nachdem ich jetzt offiziell in Indien registriert bin und vom Gründer des ICDE Indias bei einem Abendessen in einem schicken Hotel willkommen geheißen wurde, kann es jetzt auch gerne endlich losgehen.
In einer halben Stunde fahren wir also nach Mysore. Diejenigen, die in Gastfamilien leben werden, werden erst einmal dort hingebracht. Ava (eine Mitfreiwillige) und ich werden uns jedoch im Projekt ein Zimmer teilen und können somit schon bald sehen, wo wir unsere nächsten 12 Monate verbringen werden.
Da wir die ersten Freiwillign in dem Projekt sind, sind die Informationen bisher eher sperrlich und so weiß ich auch nicht, wann ich das nächste mal Internet haben werde. Ich melde mich sobald wie möglich.

We all had a great time at Orientation Camp but after I am now officially registered in India and the founder of ICDE India welcomed us during a dinner in a nice hotel, I'm ready for the actual part of my year here to begin.
In half an hour we are going to go to Mysore. Those of us who stay at host families will be dropped off there. Ava (another volunteer here) and I however, will be staying directly at the project so we will soon be where we will spend the next 12 months of our lives.
Since we are the first volunteers at this project, we haven gotten too much information which is why I also don't know when I will have wifi again. You will hear from me as soon as possible.

Dienstag, 12. August 2014

Zwei Posts in zwei Tagen?! - Two posts in two days?!

Nach dem kurzen Eintrag von gestern dachte ich, ich melde mich heute nochmal mit ein paar mehr Infos zu wo wir hier sind.
Also wir sind hier in Zweierzimmern mit eigenen Bädern (-und westlichen Toiletten (!)) untergebracht. Es gibt dreimal am Tag warmes Essen, das die meisten von uns mittlerweile nicht nur einhändig sondern auch ohne Besteck essen. So ganz haben wir den Dreh aber noch nicht raus. Während wir in unserem Essen rumpampen, sieht das bei den ICDE Leuten geradezu elegant aus, aber wir haben unseren Spaß dabei und das Essen ist echt lecker.
Die gesamte Anlage ist echt nett. Es gibt sogar einen Pool. Der liegt zwar direkt am Grundstückrand neben einer nicht gerade hohen Mauer aber ich war dann gestern nach anfänglichen Bedenken doch mit T-Shirt schwimmen.
Der Lieblingsort der meisten Freiwilligen hier scheint aber doch noch die Wlan-Ecke zu sein (das Signal ist nicht allzu stark, deshalb nur eine Ecke) und viele skypen und bloggen die ganze Zeit.
Heute war dazu aber weniger Zeit weil das Programm angefangen hat. Das ging, abgesehn von kurzen Pausen, den ganzen Tag über. Es war zwar interessant aber dann doch ziemlich ermüdend vor allem wenn man daran denkt, dass morgen um 6:30 Uhr Yoga ist – für die, die sich gerne so früh aus dem Bett quälen aber ich freu mich trotzdem drauf.

Since my last post was pretty short I thought I would let you know a little bit about this place here.
Always two people share a room which has a bathroom en suite (-with western toilets (!)). We are being served warm food three times a day, which most of us now not only eat one-handed but without cutlery. We haven’t quite figured it out and while we look like little kids playing with their food, the ICDE guys actually look elegant doing it but it’s still a lot of fun.
The resort is really nice. It even has a pool. It lies right next to a little street and there is only a small wall to block any views but after some hesitation I went swimming yesterday, wearing a t-shirt over my bikini.
The favorite place of most volunteers however still is the wifi area and many are skyping and blooging a lot of the time.
Today though there wasn’t a lot of time for that because the program started which, with the exception of a few short breaks, took all day. It was really interesting but also tiring especially when you have in mind that yoga starts at 6:30 tomorrow morning - it’s voluntarily but I think I might actually try it.


Montag, 11. August 2014

Gut angekommen :)

Hallo,
ich nehme mir jetzt doch mal die Zeit einen Blogeintrag zu schreiben  - das wird nicht allzu regelmäßig der Fall sein ;)
Ich bin also heute morgen um halb zwei in Bangalore gelandet. Der neunstündige Flug verging doch schneller als gedacht und war aufgrund des freien Sitzplatzes neben mir ziemlich entspannt.
Vorm Flughafen wurde ich dann von einem Mitarbeiter des ICDE in Empfang genommen der mich dann zum Orientation Camp gebracht hat. Nach einer recht schweigsamen Fahrt bin ich gegen fünf Uhr im Resort Ivyrossa angekommen, wo ich dann endlich schlafen konnte.
Um zehn Uhr hab ich mich dann aber doch aus dem Bett gequält und bin mit meiner Zimmernachbarin frühstücken gegangen – einhändig wohl gemerkt, was doch schwerer war als gedacht.
Mittlerweile sind auch die meisten anderen angereist, mit dem Program geht es aber trotzdem erst morgen los und so sitzen diejenigen, die nicht schlafen, im Schatten und updaten ihre Blogs.
So wirklich viel zu erzählen gibts also noch nicht, aber ich versuche mich bald wieder zu melden.

Hello,
so I actually took the time to write a blog – probably won’t happen too often ;)
My plane landed in Bangalore this morning at two o’clock. The nine-hour-long flight was over pretty fast and it was quite relaxed because the spot next to me wasn’t taken.
An employee of the ICDE picked me up at the airport and drove me to my Orientation Camp. We arrived at the resort Ivyrossa at about five o’clock where I went straight to bed.
At ten o’clock however I got up to get breakfast together with my roommate – eating only right handed is even more difficult than expected but I guess I’ll get used to it.
By now the others have arrived as well, the program however doesn’t start until tomorrow and so everyone who isn’t sleeping is at their laptop updating their blogs.
As you can tell, there isn’t really a lot to talk about for now but I’ll try to keep you updated.