Mysore Market

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Montag, 1. Juni 2015

Hilfe!!

Hallo ihr Lieben,
für alle diejenigen, die es noch nicht auf Facebook gesehen haben, wir bzw die Mädchen des Roshiniheims brauchen ganz dringend eure Hilfe. Ab Juli wollen sie nämlich in ein neues Heim ziehen, in dem dann auch noch mehr Mädchen aufgenommen werden können. Jetzt fehlt es allerdings noch an Möbeln, vor allem an Betten. Wir versuchen richtige Betten zu organisieren und nicht nur Matratzen auf dem Boden. Dafür brauchen wir aber eure Unterstützung. Völlig egal wie viel ihr geben könnt und wollt, oder ob ihr es einfach auf Facebook und Twitter teilt und euren Tanten und Onkels erzählt, jede Hilfe zählt!!
Dem Link könnt ihr weitere Informationen entnehmen und dort spenden. Bei Fragen einfach an mich wenden.
https://www.betterplace.org/de/projects/29696-endlich-eigene-betten-fur-das-neue-roshini-madchenheim-in-mysore
Schon mal vielen, lieben dank,
Hannah

Samstag, 30. Mai 2015

Wieder da

Ich kanns selber noch nicht ganz glauben, aber unsere Reisezeit ist schon wieder rum. Letzten Sonntag sind Ava und ich nach sechs unglaublichen Wochen Reisen wieder in Mysore angekommen.
Mir fällt gerade auf, dass es echt schwer ist, zu überlegen, was ich als ersten erzählen will. Wir haben so viele unterschiedliche Sachen gesehen und erlebt, dass alles irgendwie zu einem großen Wirrwarr aus Gutem und Schlechten wird. Wir waren in 13 verschiedenen Orten, manche davon kleine, traditionelle Städtchen wie Varanasi, wo etliche Hindus täglich ihre Verstorbenen verbrennen, andere waren immer westlicher werdende Großstädte mal mit mehr, mal mit weniger Charme. Wir waren in Rishikesh im Ganges schwimmen, der da tatsächlich noch sauber ist, haben in Darjeeling auf einer Teeplantage selbstgebrannten Reisschnaps getrunken (oder was auch immer das war), wir haben das Taj Mahal gesehen, in Goa den Strand und das Meer genossen und sind in Jaisalmer auf einem Kamel durch die Wüste geritten.
Man hat aber auch mehrmals versucht uns ziemlich über den Tisch zu ziehen, es wurden unzählige Fotos von uns gemacht (ob mit oder ohne halbfreiwilliger Zustimmung), es gab wohl die komplette Zeit kaum eine Sekunde, in der wir nicht von irgendeinem Inder angestarrt wurden und ich wurde mal wieder von einer Rikscha angefahren (vielleicht liegts ja einfach an mir...).
Das alles an sich ist ja eigentlich auch kein Problem, was ich jedoch echt schade finde und was beim Reisen immer präsenter wurde ist die Tatsache, dass ich so lange hier leben kann, wie ich will, ich werde doch immer als Tourist gesehen werden, der die Taschen voller Geld hat und anscheinend keine funktionierende Gehirnzelle besitzt. Oder warum sonst sollte jemand versuchen uns einen Trip zunächst für 800 Euro(!!) zu verkaufen, dann auf 300 runter gehen und dann noch zu labern, wir sollten uns ja von keinem verarschen lassen und müssten aufpassen, während er weiß, dass wir seit neun Monaten in Indien sind, schon etliche Zugfahrten hinter uns haben und der Trip einzeln gebucht nicht mal an 50 Euro rankommt.
Solche Sachen sind dann doch recht frustrierend. Während es am Anfang noch ein gutes Gefühl gab, zu wissen, wenn einer einen verarscht, wünscht man sich so langsam, dass die auch raffen, dass mans weiß. Ich bezweifle jedoch mal, dass ich das noch miterleben werde.
Naja, seit Sonntag sind jetzt meine Eltern zu Besuch und erproben sich am indischen Chaos, das man hier Alltag nennt. Ich muss sagen, sie schlagen sich ganz wacker.
Also bis bald,
Liebe Grüße auch von Maman und Daddou,
Hannah

Mittwoch, 8. April 2015

Quasi Endspurt

Ich wollte gerade diesen Blogeintrag mit irgendetwas im Sinne von „Mal wieder ist es viel zu lange her, dasss ich mich gemeldet habe“ anfangen, als ich feststellen musste, dass das grob auch schon letztes Mal der Anfang meines Eintrages war – ich bin wirklich nicht gut im Blog schreiben, aber irgendwie zieht die Zeit nur noch an mir vorbei. Ich weiß noch, wie wir am Anfang immer die „große Reise“ im Kopf hatten und uns dachten, dass dann unsere Zeit in Indien quasi vorbei sei. Tja, übermorgen sitzen Ava und ich im Flieger nach Kalkutta. Ich werde versuchen, nicht jetzt schon wehmütig vom Abschied zu reden und fülle nur ein bisschen die Lücken, was hier in letzter Zeit so los war.
Um ehrlich zu sein, ist das nicht allzu viel. Von der ohnehin überschaulichen Anzahl an Schülern, die wir morgens im Mädelsheim hatten, haben uns zwei verlassen. Saleem, der Junge aus dem Slum, ist umgezogen und Sonu’s Mutter war auf einmal der Meinung, dass es besser wäre, wenn Sonu wieder zu Hause wäre und auf der Straße rumlungert, anstatt für die erste Klasse vorbereitet zu werden. Wir mussten leider einsehen, dass da sogar Sister Lisy, die Leiterin des Heims, machtlos war, sahen aber auch keinen Sinn mehr darin, zu zweit dort aufzukreuzen. Stattdessen haben wir uns jetzt immer täglich abgewechselt. Zunächst war es noch ganz nett, mal wieder etwas Zeit morgens für sich zu haben aber langsam fiel einem dann doch wieder die Decke auf den Kopf, weshalb wir uns in einem Fitnessstudio angemeldet haben. Ok, ich weiß, das ist jetzt nicht gerade der Sinn eines FSJs, aber mit dem allumgebenden Reis hier, tut es dann doch ganz gut mal seinen Inder-Belly etwas abzutrainieren. Hinzu kommt, dass das Studio direkt gegenüber von einem anderen Projekt, von Freunden von uns liegt, so dass wir da in letzter Zeit ab und zu mal unter die Arme greifen konnten.
Tja, ansonsten ist außer einem Wochenendtrip nach Madurai und einem nach Hampi nichts weiter gewesen. Die MPS kids sind schon seit knapp zwei Wochen wieder zu Hause, die Don Bosco Jungs waren zwischenzeitlich zu Hause und sind jetzt auf einer Art Feriencamp in Bangalore, bei Father’s Familie und Ava ist, seit ihre Familie vor zwei Wochen gekommen ist, mit eben dieser unterwegs, was mich als einsame Zurückgebliebene an der MPS lässt – zusammen mit ein paar armen Schluckern aus der 9. und 11. Klasse die jetzt schon mal den Stoff von nächstem Jahr für die Prüfungen machen müssen, damit sie ihn dann besser verstehen – oder so. Indische Logik, fragt mich nicht...
Immerhin war ich die ganze Zeit fast täglich im Fitnessstudio, hab mir am Karfreitag einen dreistündigen Gottesdienst auf Kannada angehört (Yay!) und hab mich bis zu diesem Moment erfolgreich vorm Packen oder Blogschreiben gedrückt. Jetzt gehts dann aber doch langsam mal los und das Packen wird unausweichlich. Sieben Wochen Bagpacking im indischen Norden, ich bin gespannt...
P.S.: Wer gerne grob wissen will, wo ich in nächster Zeit so sein werde – auch wenn ich das eigentlich selber noch nicht weiß -, die Reiseroute wird in etwa folgende sein:
Kalkutta – Darjeeling – Varanasi – Agra – Rishikesh – Amritsar – Delhi – Jaipur – Jodhpur – Jaisalmer – Mumbai – Pune – Goa – Mysore. Bzw. mal gucken, wie weit wir kommen...
P.P.S.: Ach und wir hatten nen Unfall mitm Roller, weil ein betrunkener Rikschawfahrer der Meinung war, in uns reinfahren zu müssen, aber alles gut :)

Montag, 26. Januar 2015

Jetzt aber doch noch ein paar Bilder

Waren auch schon auf unserer ersten
indischen Hochzeit

Unser Weihnachtsbaum am Strand von Gokarna
Rangoli in Pondicherry

Supersüßes, italienisch geführtes Restaurant in Pondi


"Peace" das Zentrum Auroville's, wo sich die Menschen
"konzentrieren" sollen....

Mamallapuram


Ammuja <3


Freitag, 16. Januar 2015

Becca Kim

Eigentlich sollte dieser Post über unseren Urlaub sein, mit Bildern und wie schön doch das Leben ist, leider ist es aber auch verdammt kurz.
Ich habe gerade erfahren, dass ein Mädchen, das in meinem Mathekurs in meiner amerikanischen High School war, gestern aus einem Fenster im 8. Stock gefallen ist und kurz darauf im Krankenhaus im Alter von 18 Jahren gestorben ist. Auch wenn ich sie nicht besonders gut kannte, möchte ich diesen Post ihrem Andenken widmen. Sie war ein unglaublich netter und fröhlicher Mensch und hätte bestimmt viel aus ihrem Leben gemacht.
RIP Becca Kim

This post was supposed to be about our holiday trip with pictures, showing how wonderful life is, unfortunately it is also pretty damn short.
I just got to know that a girl who was in my maths class in my American High School, fell from an 8-story window and died shortly afterwards in a hospital at the age of 18. Even though I didn't know her that well, I want to dedicate this post to her memoriam. She was always really nice and constantly happy and I'm sure she would have made a lot of her life.
RIP Becca Kim