Mal wieder ist es schon Ewigkeiten her seit meines letzten
Blogeintrags. Das liegt daran, dass hier einfach in letzter Zeit alles Alltag
ist. Dann ist mir eingefallen, dass ihr ja gar nicht wisst, was Alltag in
Indien heißt, deswegen hier mal ein grober Tagesablauf.
*Vorab eine kurze Anmerkung: dies alles sind natürlich nur meine eigenen Beobachtungen und Meinungen - zusammen mit ein wenig Sarkasmus, den ihr hoffentlich alle als solchen erkennt (und ohne den man hier das eine oder andere auch einfach keine 12 Monate aushalten würde ;) ).
Um sechs Uhr morgens klingelt der Wecker – zum ersten Mal. Nach dem vierten Mal auf den snooze button drücken muss sich dann mal langsam einer von uns ins Bad begeben (ca. 2m2 mit Toilette und Wasserhahn für Duschwasser), um den Heizstab für warmes Wasser anzuschalten. Mit der Aussicht auf eine sonst extrem kalte Dusche, die jede Ice-Buckett-Challange lächerlich aussehen lassen würde, findet sich dafür dann auch immer noch genug Motivation.
Um 7:45 ist dann Zeit für Morning-Prep. Hier sollen die Internatsschüler theoretisch Hausaufgaben machen und lernen und wir, als kompetente Lehrkräfte, sollen dabei helfen. Anscheinend wird jedoch im Unterricht oft vergessen, dass erstmal Hausaufgaben aufgegeben werden müssten. Stattdessen sitzen jeden Morgen 26 Jungs aus der 1. bis zur 5. Klasse vor mir und haben nichts anderes zu tun als zu reden und zu malen, was mich mit der undankbaren Aufgabe stehen lässt, sie zu ermahnen leise zu sein und sie abermals darauf hizuweisen, dass das Malen während Prep-time neuerdings nicht erlaubt ist – dass das die einzige einigermaßen sinnvolle und vor allem ruhige Beschäftigung wäre, wollen einige Lehrer leider nicht einsehen und so versuche ich meine Prinzipien nicht völlig über den Haufen zu werfen, ohne dabei die Arbeitsweisen der indischen Lehrer anzugreifen. Leichter gesagt als getan, wenn die Oberaufsicht der Prep schon beim kleinsten Mucks mit erhobenen Linial ins Klassenzimmer kommt, die Schüler aber trotzdem nur leise sind, wenn dieses schon mehrmals zum Einsatz kommen musste. Naja, da arbeiten wir noch dran.
Nach der Prep, gegen 8:45 gehen wir möglichst unauffällig an der Morning Assembly vorbei – die können wir mittlerweile eh schon Wort für Wort auswendig – um uns für den Rest des Tages vorzubereiten. Der beginnt um ca 9:15 damit, dem Bus hinterherzurennen – es konnte uns bis zum heutigen Tag noch keiner auch nur annäherungsweise sagen, wann hier Busse in die Stadt fahren –und sich dann, nachdem man sich erfolgreich reingequetscht hat, von gut der Hälfte der Insassen für die komplette, halbstündige Fahrt anstarren zu lassen. Wenn man einigermaßen gut drauf ist, lässt sich das zu dem Spiel umändern, wer zuerst wegguckt – gegen das ziemlich ungenierte Gucken der Inder ist meine Gewinnerquote da jedoch verschwindend gering.
Nach einem mittlerweile schon fast täglichen Stopp beim „Saftladen“ unseres Vertrauens am City Bus Stand (CBS), geht es weiter mit dem Bus, wieder eine halbe Stunde nach Hanumanthanagar, wo das Mädelsheim ist.
Dort angekommen werden wir immer erst einmal mit einer Tasse Kaffee begrüßt - richtiger Kaffee, nicht diese Tasse Zucker mit Milch und einem Schuss Kaffee, die die Inder sonst immer trinken. Gegen 11 Uhr begeben wir uns dann nach oben, wo Ammuja und Sonu, die zwei Jüngsten des Heims schon auf uns warten. Gelegentlich ist auch Saleem dabei, ein Junge aus den Slums. Der kommt allerdings nur, wenn man ihn holt, wofür die Schwestern nicht immer Zeit haben, was aber Ava und ich in Zukunft übernehmen werden. Bis zum Mittagessen um 13 Uhr bringen wir dann Englisch und Mathe bei. Es ist ziemlich krass zu sehen, wie zwei Vier- und Fünfjährige Mädchen, die quasi von Anfang an in einem Heim leben, so viel mehr wissen und schneller lernen, als ein Zehnjähriger, der sein ganzes Leben in Slums gelebt hat. Es ist dafür aber um so schöner, einzelne kleine Erfolgserlebnisse beobachten zu können.
Nach einer guten Portion Reis zum Mittag ist wieder Busfahren angesagt, wieder erstmal zum CBS – die Mysorianer kennen einfach keine andere Route, egal wohin – und dann nach Kuvampunagar, zum Jungsheim. Dort sollen wir eigentlich Father Peter, dem Leiter des Jungsheims, und seiner Schwägerin Deutsch beibringen und auch Sister Lisy, vom Mädelsheim, wollte ursprünglich mal Deutsch lernen, da Father und Sister viel mit Leuten in der Schweiz zu tun haben. Die einzige, die wirklich dabei ist, ist aber nur Fathers Schwägerin und so wird der Unterricht oft „heute mal ausgelassen“.
Stattdessen kriegen wir eine Tasse Kaffee in die Hand gedrückt und wir widmen uns anderen Aufgaben, wie zum Beispiel die Krippe für Weihnachten neu zu dekorieren. Gegen 16:30 kommen dann die Jungs aus der Schule wieder, denen wir dann auch noch etwas Englisch beibringen. Ich glaube zwar, dass sie hauptsächlich durch unsere bloße Anwesenheit Englisch lernen und dadurch, dass wir uns einfach mit ihnen unterhalten, aber das Ganze soll ja ein bisschen nach was Offiziellem aussehen – obwohl ich mir da auch nicht ganz sicher bin wie gut das klappt. Wir sind dann halt doch immer noch die Akkas (große Schwestern), mit der man am Wochenende im Park Verstecken spielt.
Um sieben rum geht es dann wieder mit dem Bus nach Hause, wo wir dann mit den Jungs aus der 5. und 6. Klasse noch Fangen spielen oder im Regen ein Wasserschlacht machen – minimal sinnlos, aaber witzig.
Bis auf das viele Bus fahren macht das alles echt Spaß – aber wer weiß, vielleicht besitzen wir ja nächsten Monat um diese Zeit schon einen Roller...
Jetzt ist aber erstmal Weihnachten am Strand angesagt. Na gut, es wird wahrscheinlich mehr Strand als Weihnachten aber da muss man wohl Kompromisse machen ;) Immerhin haben wir jetzt endlich jemanden im Besitz eines Ofens gefunden – für die Zubereitung des allgegenwärtigen Reises braucht man halt keinen – und werden wenigstens für den 4. Advent noch Weihnachtskekse backen.
In diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!
*Nachtrag, 4. Advent: Der „Ofen“ hat sich als Mikrowelle entpuppt, aber mit Gradeinstellung und allem drum und dran. Wer kann schon von sich behaupten, einigermaßen akkzeptable Weihnachtsplätzchen in einer Mikrowelle gebacken zu haben?
Once again, it has been ages since my last blog entry. That’s because we are slowly really getting settled and simply participating in the Indian everyday life but since you don’t know what the “everyday life in India” means, I thought I’d give a short summary of what we do each day.
*I should mention up front, that none of this should be related to the ICJA or the ICDE or any of those organizations. These are just my own observations and experiences – together with a little sarcasm, which you will hopefully be able to identify as such (and without which it sometimes would be impossible to survive in this country for 12 months ;)).
The alarm goes off at six o’clock in the morning – for the first time. After about 4 times of hitting the snooze button, one of us eventually has to get up to turn on the immersion heater for hot water. The alternative being an ice cold shower which would make any ice-bucket-challenge look ridiculous, we usually put together enough motivation.
At 7:45 it’s time for Prep-time. This is where the boarding students are supposed to do their homework and study and we, as part of the teaching faculty, are shall help them. However, it seems that during class time many teachers forget that they first have to give homework at all. Instead, I have 26 boys from 1st to 5th standard in front of me, not having anything else to do but talking and drawing which leaves me with the undesired job of telling them over and over again to be quiet and reminding them that drawing is not longer allowed during Prep-time – apparently some teachers don’t want to accept that this would be the only good occupation which would also keep them quiet. So I’m left trying to keep my principles without insulting the Indian teacher. Easier said than done when there is always a teacher outside of the classroom who will come inside when there is the slightest sign of disturbance, often already with a risen scale – even more so when the students only listen to you if the scale has already come to use several times. Well, we are working on that.
After Prep, around 8:45 we quietly walk past the morning assembly – by now we know it by heart anyways – to get ready for the rest of the day. This one starts with running after the bus – till the present day none could even give us an approximate answer as to when the buses come – and if we have successfully squeezed us in, having at least half of the people in the bus staring at us for the entire 30 minute ride. If you are in a good mood you can make a game out of it ‘who looks away first’ – against the shameless Indian staring, however, my winning percentage is pretty low.
After half an hour we reach the City Bus Stand (CBS) from where we have to take another bus to Hanumanthanagar where the girl’s home, Roshini, is.
There we are always being welcomed with a black cup of coffee – real coffee, not the cup of sugar with milk and some coffee Indians usually drink. At around 11 o’clock we go upstairs where Sonu and Ammuja, the two youngest girls from the home are already waiting for us. Every now and then there is also a boy from the slums, Saleem, but he won’t come if none picks him which the sisters don’t always have the time for. Starting next year, Ava and I will also do that.
Until lunch, around one o’clock we teach them some English and math. It is sad to see how two four- and five-year-old girls that spent most of their lives in an orphanage, know so much more and pick up new things much faster than a ten-year-old boy that spent his entire life in the slums. At least it makes a small success an even greater achievement. It is also nice to see how he is really eager to learn as much as he can through this opportunity.
After a full plate of rice we take the bus once again to the CBS – the Mysurians don’t seem to know any other route wherever they go – and from there to Kuvampunagar, to the boy’s home.
We were originally supposed to teach German for Father Peter, the director of the boy’s home, and his sister-in-law and also Sister Lisy, from the girl’s home wanted to learn German because Father and Sister frequently are contact with people in Germany and Switzerland. However, the only good student is Father’s sister-in-law, which is why we “shall skip German class today” more and more often.
Instead we get another cup of coffee and we take care of other projects such as redesigning the Christmas crib. At about 4:30 pm the boys come home from class and after they had some playtime we start our English class. I still think they learn the most from us just being there and talking to them but I guess we have to make it look somewhat official – although I’m not quite sure how well that’s working out. After all we are still their Akkas (big sisters) with whom the play hide and seek in the park.
Around seven o’clock we take the bus back home where we do running races with the boys from 5th and 6th standard or water hose fights in the rain – quite useless but nonetheless funny.
Except of the three hours we spend in buses each day, we are having a great time but who knows, maybe we will have a scooter soon…
For now, however, we are more or less looking forward to Christmas at the beach. It will probably be more being at the beach than Christmas but I guess that’s just a compromise we have to make ;) At least we finally found someone with an oven – not a common equipment since it’s not needed for the everyday preparation of rice – and we will make some Christmas cookies for the fourth Sunday of Advent.
So, merry Christmas and a happy new year!
*Addendum, fourth Sunday of Advent: The “oven” turned out to be a microwave oven but with baking options and all the trimmings and I mean who can say about himself that he has already made Christmas cookies in a microwave?
*Vorab eine kurze Anmerkung: dies alles sind natürlich nur meine eigenen Beobachtungen und Meinungen - zusammen mit ein wenig Sarkasmus, den ihr hoffentlich alle als solchen erkennt (und ohne den man hier das eine oder andere auch einfach keine 12 Monate aushalten würde ;) ).
Um sechs Uhr morgens klingelt der Wecker – zum ersten Mal. Nach dem vierten Mal auf den snooze button drücken muss sich dann mal langsam einer von uns ins Bad begeben (ca. 2m2 mit Toilette und Wasserhahn für Duschwasser), um den Heizstab für warmes Wasser anzuschalten. Mit der Aussicht auf eine sonst extrem kalte Dusche, die jede Ice-Buckett-Challange lächerlich aussehen lassen würde, findet sich dafür dann auch immer noch genug Motivation.
Um 7:45 ist dann Zeit für Morning-Prep. Hier sollen die Internatsschüler theoretisch Hausaufgaben machen und lernen und wir, als kompetente Lehrkräfte, sollen dabei helfen. Anscheinend wird jedoch im Unterricht oft vergessen, dass erstmal Hausaufgaben aufgegeben werden müssten. Stattdessen sitzen jeden Morgen 26 Jungs aus der 1. bis zur 5. Klasse vor mir und haben nichts anderes zu tun als zu reden und zu malen, was mich mit der undankbaren Aufgabe stehen lässt, sie zu ermahnen leise zu sein und sie abermals darauf hizuweisen, dass das Malen während Prep-time neuerdings nicht erlaubt ist – dass das die einzige einigermaßen sinnvolle und vor allem ruhige Beschäftigung wäre, wollen einige Lehrer leider nicht einsehen und so versuche ich meine Prinzipien nicht völlig über den Haufen zu werfen, ohne dabei die Arbeitsweisen der indischen Lehrer anzugreifen. Leichter gesagt als getan, wenn die Oberaufsicht der Prep schon beim kleinsten Mucks mit erhobenen Linial ins Klassenzimmer kommt, die Schüler aber trotzdem nur leise sind, wenn dieses schon mehrmals zum Einsatz kommen musste. Naja, da arbeiten wir noch dran.
Nach der Prep, gegen 8:45 gehen wir möglichst unauffällig an der Morning Assembly vorbei – die können wir mittlerweile eh schon Wort für Wort auswendig – um uns für den Rest des Tages vorzubereiten. Der beginnt um ca 9:15 damit, dem Bus hinterherzurennen – es konnte uns bis zum heutigen Tag noch keiner auch nur annäherungsweise sagen, wann hier Busse in die Stadt fahren –und sich dann, nachdem man sich erfolgreich reingequetscht hat, von gut der Hälfte der Insassen für die komplette, halbstündige Fahrt anstarren zu lassen. Wenn man einigermaßen gut drauf ist, lässt sich das zu dem Spiel umändern, wer zuerst wegguckt – gegen das ziemlich ungenierte Gucken der Inder ist meine Gewinnerquote da jedoch verschwindend gering.
Nach einem mittlerweile schon fast täglichen Stopp beim „Saftladen“ unseres Vertrauens am City Bus Stand (CBS), geht es weiter mit dem Bus, wieder eine halbe Stunde nach Hanumanthanagar, wo das Mädelsheim ist.
Dort angekommen werden wir immer erst einmal mit einer Tasse Kaffee begrüßt - richtiger Kaffee, nicht diese Tasse Zucker mit Milch und einem Schuss Kaffee, die die Inder sonst immer trinken. Gegen 11 Uhr begeben wir uns dann nach oben, wo Ammuja und Sonu, die zwei Jüngsten des Heims schon auf uns warten. Gelegentlich ist auch Saleem dabei, ein Junge aus den Slums. Der kommt allerdings nur, wenn man ihn holt, wofür die Schwestern nicht immer Zeit haben, was aber Ava und ich in Zukunft übernehmen werden. Bis zum Mittagessen um 13 Uhr bringen wir dann Englisch und Mathe bei. Es ist ziemlich krass zu sehen, wie zwei Vier- und Fünfjährige Mädchen, die quasi von Anfang an in einem Heim leben, so viel mehr wissen und schneller lernen, als ein Zehnjähriger, der sein ganzes Leben in Slums gelebt hat. Es ist dafür aber um so schöner, einzelne kleine Erfolgserlebnisse beobachten zu können.
Nach einer guten Portion Reis zum Mittag ist wieder Busfahren angesagt, wieder erstmal zum CBS – die Mysorianer kennen einfach keine andere Route, egal wohin – und dann nach Kuvampunagar, zum Jungsheim. Dort sollen wir eigentlich Father Peter, dem Leiter des Jungsheims, und seiner Schwägerin Deutsch beibringen und auch Sister Lisy, vom Mädelsheim, wollte ursprünglich mal Deutsch lernen, da Father und Sister viel mit Leuten in der Schweiz zu tun haben. Die einzige, die wirklich dabei ist, ist aber nur Fathers Schwägerin und so wird der Unterricht oft „heute mal ausgelassen“.
Stattdessen kriegen wir eine Tasse Kaffee in die Hand gedrückt und wir widmen uns anderen Aufgaben, wie zum Beispiel die Krippe für Weihnachten neu zu dekorieren. Gegen 16:30 kommen dann die Jungs aus der Schule wieder, denen wir dann auch noch etwas Englisch beibringen. Ich glaube zwar, dass sie hauptsächlich durch unsere bloße Anwesenheit Englisch lernen und dadurch, dass wir uns einfach mit ihnen unterhalten, aber das Ganze soll ja ein bisschen nach was Offiziellem aussehen – obwohl ich mir da auch nicht ganz sicher bin wie gut das klappt. Wir sind dann halt doch immer noch die Akkas (große Schwestern), mit der man am Wochenende im Park Verstecken spielt.
Um sieben rum geht es dann wieder mit dem Bus nach Hause, wo wir dann mit den Jungs aus der 5. und 6. Klasse noch Fangen spielen oder im Regen ein Wasserschlacht machen – minimal sinnlos, aaber witzig.
Bis auf das viele Bus fahren macht das alles echt Spaß – aber wer weiß, vielleicht besitzen wir ja nächsten Monat um diese Zeit schon einen Roller...
Jetzt ist aber erstmal Weihnachten am Strand angesagt. Na gut, es wird wahrscheinlich mehr Strand als Weihnachten aber da muss man wohl Kompromisse machen ;) Immerhin haben wir jetzt endlich jemanden im Besitz eines Ofens gefunden – für die Zubereitung des allgegenwärtigen Reises braucht man halt keinen – und werden wenigstens für den 4. Advent noch Weihnachtskekse backen.
In diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!
*Nachtrag, 4. Advent: Der „Ofen“ hat sich als Mikrowelle entpuppt, aber mit Gradeinstellung und allem drum und dran. Wer kann schon von sich behaupten, einigermaßen akkzeptable Weihnachtsplätzchen in einer Mikrowelle gebacken zu haben?
Once again, it has been ages since my last blog entry. That’s because we are slowly really getting settled and simply participating in the Indian everyday life but since you don’t know what the “everyday life in India” means, I thought I’d give a short summary of what we do each day.
*I should mention up front, that none of this should be related to the ICJA or the ICDE or any of those organizations. These are just my own observations and experiences – together with a little sarcasm, which you will hopefully be able to identify as such (and without which it sometimes would be impossible to survive in this country for 12 months ;)).
The alarm goes off at six o’clock in the morning – for the first time. After about 4 times of hitting the snooze button, one of us eventually has to get up to turn on the immersion heater for hot water. The alternative being an ice cold shower which would make any ice-bucket-challenge look ridiculous, we usually put together enough motivation.
At 7:45 it’s time for Prep-time. This is where the boarding students are supposed to do their homework and study and we, as part of the teaching faculty, are shall help them. However, it seems that during class time many teachers forget that they first have to give homework at all. Instead, I have 26 boys from 1st to 5th standard in front of me, not having anything else to do but talking and drawing which leaves me with the undesired job of telling them over and over again to be quiet and reminding them that drawing is not longer allowed during Prep-time – apparently some teachers don’t want to accept that this would be the only good occupation which would also keep them quiet. So I’m left trying to keep my principles without insulting the Indian teacher. Easier said than done when there is always a teacher outside of the classroom who will come inside when there is the slightest sign of disturbance, often already with a risen scale – even more so when the students only listen to you if the scale has already come to use several times. Well, we are working on that.
After Prep, around 8:45 we quietly walk past the morning assembly – by now we know it by heart anyways – to get ready for the rest of the day. This one starts with running after the bus – till the present day none could even give us an approximate answer as to when the buses come – and if we have successfully squeezed us in, having at least half of the people in the bus staring at us for the entire 30 minute ride. If you are in a good mood you can make a game out of it ‘who looks away first’ – against the shameless Indian staring, however, my winning percentage is pretty low.
After half an hour we reach the City Bus Stand (CBS) from where we have to take another bus to Hanumanthanagar where the girl’s home, Roshini, is.
There we are always being welcomed with a black cup of coffee – real coffee, not the cup of sugar with milk and some coffee Indians usually drink. At around 11 o’clock we go upstairs where Sonu and Ammuja, the two youngest girls from the home are already waiting for us. Every now and then there is also a boy from the slums, Saleem, but he won’t come if none picks him which the sisters don’t always have the time for. Starting next year, Ava and I will also do that.
Until lunch, around one o’clock we teach them some English and math. It is sad to see how two four- and five-year-old girls that spent most of their lives in an orphanage, know so much more and pick up new things much faster than a ten-year-old boy that spent his entire life in the slums. At least it makes a small success an even greater achievement. It is also nice to see how he is really eager to learn as much as he can through this opportunity.
After a full plate of rice we take the bus once again to the CBS – the Mysurians don’t seem to know any other route wherever they go – and from there to Kuvampunagar, to the boy’s home.
We were originally supposed to teach German for Father Peter, the director of the boy’s home, and his sister-in-law and also Sister Lisy, from the girl’s home wanted to learn German because Father and Sister frequently are contact with people in Germany and Switzerland. However, the only good student is Father’s sister-in-law, which is why we “shall skip German class today” more and more often.
Instead we get another cup of coffee and we take care of other projects such as redesigning the Christmas crib. At about 4:30 pm the boys come home from class and after they had some playtime we start our English class. I still think they learn the most from us just being there and talking to them but I guess we have to make it look somewhat official – although I’m not quite sure how well that’s working out. After all we are still their Akkas (big sisters) with whom the play hide and seek in the park.
Around seven o’clock we take the bus back home where we do running races with the boys from 5th and 6th standard or water hose fights in the rain – quite useless but nonetheless funny.
Except of the three hours we spend in buses each day, we are having a great time but who knows, maybe we will have a scooter soon…
For now, however, we are more or less looking forward to Christmas at the beach. It will probably be more being at the beach than Christmas but I guess that’s just a compromise we have to make ;) At least we finally found someone with an oven – not a common equipment since it’s not needed for the everyday preparation of rice – and we will make some Christmas cookies for the fourth Sunday of Advent.
So, merry Christmas and a happy new year!
*Addendum, fourth Sunday of Advent: The “oven” turned out to be a microwave oven but with baking options and all the trimmings and I mean who can say about himself that he has already made Christmas cookies in a microwave?
