Ich bin Hannah und werde ab dem 10. August für ein Jahr nach Indien gehen. Dort absolviere ich mit dem ICJA Freiwilligenaustausch weltweit einen Freiwilligendienst. Ich werde versuchen euch auf diesem Blog so gut es geht auf dem Laufenden zu halten. - Hi, my name is Hannah and starting August 10th, I'm going to spend one year in India, participating in an incultural exchange program, organized by ICJA Freiwilligenaustausch weltweit. I'll try to upload some of my experiences in English as well.
Mittwoch, 24. September 2014
Freitag, 19. September 2014
Der erste Monat - eine Bilanz
Jetzt sind schon fast zwei Wochen seit meinem letzten
Blogeintrag vergangen und wirklich viel zu erzählen gibt es immer noch nicht.
Wir machen immer noch die Prep-time morgens und abends – die letzten Tage jetzt
die Fünft- und Sechstklässler, weil die uns unbedingt wollten – und ansonsten
hören wir uns ab und zu ein Paar Unterrichtsstunden an, lernen Kannada und
versuchen uns die Zeit zu vertreiben. Immerhin hat letzte Woche Montag endlich
der Kannadaunterricht für alle ICDE-Freiwilligen angefangen und so lassen wir
uns jetzt dreimal die Woche eine Stunde lang irgendwelche Sätze und Laute in
Kannada an den Kopf werfen und wackeln dabei schön mit demselbigen. So wirklich
überzeugt uns diese Vorgesprochen-und-nachgeplappert-Methode (die hier leider
Gang und Gebe zu sein scheint) noch nicht, aber es ist trotzdem gut einen Grund
zu haben, raus zu gehen.
*Es scheint wohl doch noch nicht alles verloren zu sein. Die letzte Unterrichtsstunde war nach der Äußerung unserer Zweifel schon deutlich besser...
Mit dem raus gehen werden die hier zum Glück langsam generell lockerer, fürs alleine reisen müssen wir aber wohl noch etwas Überzeugungsarbeit leisten und das möglichst bald. Wir haben nämlich am Freitag mit dem Leiter des Kinderheims geredet, das wir im Oktober besuchen sollen. Da haben die Kinder eigentlich auch vom 3. bis 23. Oktober Ferien und gehen „nach Hause“. Da es sich aber um Halb- und Vollwaisen sind, gibt es oft gar kein richtiges zu Hause und die Kinder sind froh, wenn sie wieder ins Heim dürfen. Deswegen einigen sie sich gerade darauf, die Ferien auf zehn Tage zu verkürzen. Die restlichen zehn, vom 13. bis 23., sollen wir dann einfach so etwas wie ein Feriencamp gestalten.
Für uns sind das gleich zwei gute Nachrichten in einem, denn wenn es so läuft wie geplant, hätten wir am Ende vom Oktober sowohl etwas Sinnvolles geleistet, als auch etwas mehr von Indien gesehen. Das wären dann nämlich eigentlich genau die zwei Dinge, für die ich nach Indien gekommen bin. Vielleicht würde dann auch das Gefühl der Nutzlosigkeit und Überflüssigkeit verschwinden.
Wir haben uns jetzt aber schonmal gesagt, dass wir unsere freie Zeit hier tagsüber wenigstens dazu nutzen, die Umgebung Mysores zu erkunden und so waren wir am Samstag mit ein paar anderen Freiwilligen auf dem Chamundi Hill. Das ist ein Tempel oben auf einem Berg, den man entweder per Bus oder über 1000+ Stufen erreichen kann. Sportlich wie wir sind, haben wir uns für letztere Variante entschieden. Es war zugegebenermaßen anstrengend bei einer Temperatur von ca. 28°C und einer großen Vielfältigkeit an Stufenhöhen, die von 2 bis 35 cm reichte, aber der Aufstieg hat sich gelohnt - nicht unbedingt für den Tempel oder die touristisch angehauchten Stände auf dem Plateau, sondern viel mehr für einen Aussichtspunkt kurz vor der Plattform, der aus mehreren Felsen bestand, von denen man einen Großteil Mysores betrachten konnte. Dieser wurde auch kurzer Hand als passender Ort für unserer Mittagspause auserkohren – frisches Obst auf einem Felsen in der Sonne liegend essen, nachdem man gerade 1000 Stufen erklommen hat, ist hiermit in die Liste meiner Lieblingsbeschäftigungen aufgenommen worden.
Am Sonntag hatten wir dann endlich mal den ersten Niederschlag den man als Monsunregen bezeichnen könnte. Das war echt schön aber damit ging das Wochenende eigentlich auch schon wieder zu Ende.
Nach drei recht ereignislosen Tagen sind Ava und ich gestern wieder in die Stadt um unser Einmonatiges im Projekt zu feiern. Nur morgens und abends etwas zu tun haben hat auch durchaus seine Vorteile und so sind wir am späten Morgen erstmal richtig schön brunchen gegangen, auf einer Dachterasse eines sonst recht unscheinbaren Restaurants. Ein Stock über dem Gedränge der Straßen haben wir dann unseren ersten schwarzen Kaffee seit Langem genossen und den Rest des Tages haben wir mit shoppen und essen verbacht. Alles in allem ein echt guter Tag.
Wieder im Projekt angekommen kam aber trotzdem wieder Gedanke, warum ich das hier eigentlich mache, warum ich hierfür ein ganzes Jahr „opfere“. Ich hoffe wir kriegen im November endlich eine gescheite Aufgabe, weil ich wirklich verzweifelt nach einer Rechtfertigung suche, die vor allem mich selbst zufrieden stellen soll. Es war immerhin eine Erleichterung von anderen zu hören, dass sie auch nicht viel mehr machen. Ich werde dem Ganzen wohl noch etwas Zeit geben müssen. Morgen gehe ich jetzt erstmal ein paar andere Freiwillige in Bangalore besuchen. Meine erste Zugfahrt in Indien, ich hoffe es klappt alles.... :D
Almost two weeks since my last entry and yet there is not much to tell. We are still helping during Prep-time in the morning and in the evening – now often 5th and 6th standard because they wouldn’t stop asking if we could take them – and besides that we sometimes listen to some classes, study Kannada and waste time with anything we can come up with. At least the Kannada class, for all ICDE volunteers, started last Monday. So now, three times a week, we get some sentences and sounds in Kannada thrown at our heads and respond with some amateur Indian headshaking. As you can tell we are not quite convinced by the Indian way of teaching which we have got to know but it’s still good having a reason to go out some more.
*Actually the class might not be a lost case after all. At least our last session was quite good after we had discreetly mentioned our concerns.
The going-out-part has also become much easier however we still have to do some more convincing on the travelling part especially now that our first holidays might not be too far. We had a talk with the director of the orphanage we are supposed to visit during October. It appears that these kids are supposed to go “home” from October 3rd till October 23rd. However, since they are full and semi orphans they don’t really have a home and they are always glad when they can come back to the orphanage. So now they decided to shorten their holidays till October 13th and for the other ten days we are supposed to organize something like a holiday camp for them.
If everything goes as planned this would be really good news because it would mean that by the end of October we finally would have done something useful and we would also have seen some more of the country and those are basically the two reasons why I’m here. Maybe then I won’t feel as useless anymore.
Until then Ava and I decided to use our free time for exploring our closest surrounding and so, last Saturday, we joined some other volunteers who had planned to visit Chamundi Hill. It’s a temple on top of a hill which you can either reach by bus or by climbing 1000+ steps. We chose the second possibility which was a lot of fun but also quite tiring. A temperature of roughly 28°C and a variety of step heights ranging from 2 to 35 cm didn’t really help but it was definitely worth it – not that much for the temple on top of the hill and the touristic market but rather for the viewing point shortly before that. It simply consisted of some bigger rocks next to the steps but it was really nice sitting in the sun, eating fresh fruits from the market and having an awesome view over a big part of Mysore.
On Sunday we had the first rain which you might call monsoon – not quite mind shattering but very nice but also already brings the weekend to an end.
Yesterday, after three pretty unspectacular days, Ava and I went to the city again to celebrate our one month anniversary in our project. Only having to work in the morning and in the evening definitely has its advantages and so we had a nice brunch on the roof garden of a nice little restaurant and one story over the busy streets we really enjoyed our first black coffee here.
We spend the rest of the day shopping and eating and all in all it was a very nice day.
Back at the project however, I started thinking again, why I’m doing this after all, why I spend an entire year here. I hope we will get something useful to do by November because I really need a reason for myself. At least it gave some condolence, talking to some other volunteers who apparently aren’t doing much more than we are so I guess I will just have to give it some time.
Tomorrow I will visit some volunteers in Bangalore. My first train ride in India, we will see how that goes… :D
*Es scheint wohl doch noch nicht alles verloren zu sein. Die letzte Unterrichtsstunde war nach der Äußerung unserer Zweifel schon deutlich besser...
Mit dem raus gehen werden die hier zum Glück langsam generell lockerer, fürs alleine reisen müssen wir aber wohl noch etwas Überzeugungsarbeit leisten und das möglichst bald. Wir haben nämlich am Freitag mit dem Leiter des Kinderheims geredet, das wir im Oktober besuchen sollen. Da haben die Kinder eigentlich auch vom 3. bis 23. Oktober Ferien und gehen „nach Hause“. Da es sich aber um Halb- und Vollwaisen sind, gibt es oft gar kein richtiges zu Hause und die Kinder sind froh, wenn sie wieder ins Heim dürfen. Deswegen einigen sie sich gerade darauf, die Ferien auf zehn Tage zu verkürzen. Die restlichen zehn, vom 13. bis 23., sollen wir dann einfach so etwas wie ein Feriencamp gestalten.
Für uns sind das gleich zwei gute Nachrichten in einem, denn wenn es so läuft wie geplant, hätten wir am Ende vom Oktober sowohl etwas Sinnvolles geleistet, als auch etwas mehr von Indien gesehen. Das wären dann nämlich eigentlich genau die zwei Dinge, für die ich nach Indien gekommen bin. Vielleicht würde dann auch das Gefühl der Nutzlosigkeit und Überflüssigkeit verschwinden.
Wir haben uns jetzt aber schonmal gesagt, dass wir unsere freie Zeit hier tagsüber wenigstens dazu nutzen, die Umgebung Mysores zu erkunden und so waren wir am Samstag mit ein paar anderen Freiwilligen auf dem Chamundi Hill. Das ist ein Tempel oben auf einem Berg, den man entweder per Bus oder über 1000+ Stufen erreichen kann. Sportlich wie wir sind, haben wir uns für letztere Variante entschieden. Es war zugegebenermaßen anstrengend bei einer Temperatur von ca. 28°C und einer großen Vielfältigkeit an Stufenhöhen, die von 2 bis 35 cm reichte, aber der Aufstieg hat sich gelohnt - nicht unbedingt für den Tempel oder die touristisch angehauchten Stände auf dem Plateau, sondern viel mehr für einen Aussichtspunkt kurz vor der Plattform, der aus mehreren Felsen bestand, von denen man einen Großteil Mysores betrachten konnte. Dieser wurde auch kurzer Hand als passender Ort für unserer Mittagspause auserkohren – frisches Obst auf einem Felsen in der Sonne liegend essen, nachdem man gerade 1000 Stufen erklommen hat, ist hiermit in die Liste meiner Lieblingsbeschäftigungen aufgenommen worden.
Am Sonntag hatten wir dann endlich mal den ersten Niederschlag den man als Monsunregen bezeichnen könnte. Das war echt schön aber damit ging das Wochenende eigentlich auch schon wieder zu Ende.
Nach drei recht ereignislosen Tagen sind Ava und ich gestern wieder in die Stadt um unser Einmonatiges im Projekt zu feiern. Nur morgens und abends etwas zu tun haben hat auch durchaus seine Vorteile und so sind wir am späten Morgen erstmal richtig schön brunchen gegangen, auf einer Dachterasse eines sonst recht unscheinbaren Restaurants. Ein Stock über dem Gedränge der Straßen haben wir dann unseren ersten schwarzen Kaffee seit Langem genossen und den Rest des Tages haben wir mit shoppen und essen verbacht. Alles in allem ein echt guter Tag.
Wieder im Projekt angekommen kam aber trotzdem wieder Gedanke, warum ich das hier eigentlich mache, warum ich hierfür ein ganzes Jahr „opfere“. Ich hoffe wir kriegen im November endlich eine gescheite Aufgabe, weil ich wirklich verzweifelt nach einer Rechtfertigung suche, die vor allem mich selbst zufrieden stellen soll. Es war immerhin eine Erleichterung von anderen zu hören, dass sie auch nicht viel mehr machen. Ich werde dem Ganzen wohl noch etwas Zeit geben müssen. Morgen gehe ich jetzt erstmal ein paar andere Freiwillige in Bangalore besuchen. Meine erste Zugfahrt in Indien, ich hoffe es klappt alles.... :D
Almost two weeks since my last entry and yet there is not much to tell. We are still helping during Prep-time in the morning and in the evening – now often 5th and 6th standard because they wouldn’t stop asking if we could take them – and besides that we sometimes listen to some classes, study Kannada and waste time with anything we can come up with. At least the Kannada class, for all ICDE volunteers, started last Monday. So now, three times a week, we get some sentences and sounds in Kannada thrown at our heads and respond with some amateur Indian headshaking. As you can tell we are not quite convinced by the Indian way of teaching which we have got to know but it’s still good having a reason to go out some more.
*Actually the class might not be a lost case after all. At least our last session was quite good after we had discreetly mentioned our concerns.
The going-out-part has also become much easier however we still have to do some more convincing on the travelling part especially now that our first holidays might not be too far. We had a talk with the director of the orphanage we are supposed to visit during October. It appears that these kids are supposed to go “home” from October 3rd till October 23rd. However, since they are full and semi orphans they don’t really have a home and they are always glad when they can come back to the orphanage. So now they decided to shorten their holidays till October 13th and for the other ten days we are supposed to organize something like a holiday camp for them.
If everything goes as planned this would be really good news because it would mean that by the end of October we finally would have done something useful and we would also have seen some more of the country and those are basically the two reasons why I’m here. Maybe then I won’t feel as useless anymore.
Until then Ava and I decided to use our free time for exploring our closest surrounding and so, last Saturday, we joined some other volunteers who had planned to visit Chamundi Hill. It’s a temple on top of a hill which you can either reach by bus or by climbing 1000+ steps. We chose the second possibility which was a lot of fun but also quite tiring. A temperature of roughly 28°C and a variety of step heights ranging from 2 to 35 cm didn’t really help but it was definitely worth it – not that much for the temple on top of the hill and the touristic market but rather for the viewing point shortly before that. It simply consisted of some bigger rocks next to the steps but it was really nice sitting in the sun, eating fresh fruits from the market and having an awesome view over a big part of Mysore.
On Sunday we had the first rain which you might call monsoon – not quite mind shattering but very nice but also already brings the weekend to an end.
Yesterday, after three pretty unspectacular days, Ava and I went to the city again to celebrate our one month anniversary in our project. Only having to work in the morning and in the evening definitely has its advantages and so we had a nice brunch on the roof garden of a nice little restaurant and one story over the busy streets we really enjoyed our first black coffee here.
We spend the rest of the day shopping and eating and all in all it was a very nice day.
Back at the project however, I started thinking again, why I’m doing this after all, why I spend an entire year here. I hope we will get something useful to do by November because I really need a reason for myself. At least it gave some condolence, talking to some other volunteers who apparently aren’t doing much more than we are so I guess I will just have to give it some time.
Tomorrow I will visit some volunteers in Bangalore. My first train ride in India, we will see how that goes… :D
Samstag, 6. September 2014
Glücklich
Danach wollten wir nur kurz in einen Laden für Saris gucken - und haben uns prompt welche gekauft. Da kam leider gleich mal wieder ein Flop, weil uns eigentlich gesagt wurde, dass die passenden Oberteile zu den Stoffen noch heute genäht und abgeholt werden können. Da aber in der ganzen Stadt Stromausfall ist können wir es jetzt doch erst ab Montag abholen, aber naja.
Nachdem wir uns noch einige indische Snacks gekauft haben - mit dem Abnehmen wird das wohl doch nichts - sind wir wieder zu Adil & Azam. Dort haben wir dann noch Ben, einen anderen Freiwilligen aus Deutschland getroffen. Das war echt schön. Ich liebe diesen Stand jetzt schon. Es ist einfach super wenn man eben mal da hin kann und gemütlich nen Chai trinken kann und vielleicht sogar noch andere Freiwillige trifft.
Es war also einfach ein super entspannter Tag, an dem man mal die etwas blöde Situation beim Projekt vergessen konnte. Wir hoffen aber beide echt, dass das noch was mit dem Projekt wird, weil die Leute hier einfach echt super sind. Wir üben uns also noch ein bisschen in Geduld und verbringen möglichst viel Wartezeit in Mysore.
I know I already posted an entry this morning but I'm so happy right now so I wanted to share this with you. Ava and I finally were allowed to go to the city by ourselves!! I have to admit, the first thing we did was eat pizza and french fries but the both of us had a graving for fast food.
After that we just wanted to have a quick look around in a shop for Sarees - and bought some right away. We were a little bumped because we couldn't take them with us right away because the tops had to be stitched first but it's ok.
When we had bought some Indian snacks - I guess I won't lose any weight here - we went to Adil & Azam again and also met Ben, another volunteer from Germany. I really love this place because we can just go there whenever we want and have a cup of chai and relax.
So all in all it was a great day and we could forget the problems at the project for some time.
We hope we can spend a lot of time, of which we are waiting for our duties, in Mysore. I gotta go now, dinner is ready but best regards from India ;)
Freitag, 5. September 2014
Und jetzt?...
Ich dachte ich meld mich wieder, wenn wir endlich unsere
feste Aufgabe haben, worüber wir eigentlich diese Woche mit der Headmistress
und dem Direktor reden wollten, aber nach der feinen indischen Art wurde das
ein bisschen nach hinten verschoben.... auf November.
Aber von Anfang an, wir hatten uns schon am Montag gewundert, dass die Schüler einfach so zwei Stunde hatten, in der wir sie unterrichten sollten, in einem Prüfungsirrelevantem Fach. Unsere Zweifel wurden bestätigt, als am Beginn jeder Stunde eine Lehrerin vorm Klassenzimmer stand, die eigentlich jetzt diese Klasse unterrichten sollte. Am Dienstag sind wir dann doch mal mit der Computerlehrerin zur Headmistress gegangen, wo wir dann zu dem Schluss kamen, dass das so keinen Sinn macht. Dabei wurde auch unsere Vermutung bestätig, dass die absolut keine Ahnung haben, was sie mit uns machen sollen. Der Direktor, der eigentlich Freiwillige wollte, ist nämlich mittlerweile in Rente und jetzt dürfen wir es ausbaden, dass die dem ICDE nicht sagen konnten, dass sie doch keine Freiwilligen wollen.
Was wir jetzt die nächsten Wochen so machen sollen ist uns auch noch nicht so ganz klar. Wir sind dann heute nochmal zum Direktor – so langsam nervt es echt, dass die nie auf uns zukommen – und der meinte dann nur, wir sollten den September nochmal so weiter machen. Bleibt die Frage, mit was, da wir im Moment wirklich nichts zu tun haben. Mittwoch und Donnerstag haben wir immerhin zwei Lehrerinnen vertreten können aber heute saßen wir nur in ein paar Klassen und haben uns den Unterricht angehört, was zwar auch mal ganz interessant war, aber einen Monat lang?! Bald fangen wohl auch schon wieder Prüfungen an und dann fällt sogar das weg.
So wirklich befriedigend ist das hier alles noch nicht und wir fragen uns echt, was wir hier eigentlich sollen.
Jetzt warten wir also erstmal auf November und hoffen, dass sie sich bis dahin etwas haben einfallen lassen ansonsten weiß ich echt nicht ob das hier noch was wird.
Aber von Anfang an, wir hatten uns schon am Montag gewundert, dass die Schüler einfach so zwei Stunde hatten, in der wir sie unterrichten sollten, in einem Prüfungsirrelevantem Fach. Unsere Zweifel wurden bestätigt, als am Beginn jeder Stunde eine Lehrerin vorm Klassenzimmer stand, die eigentlich jetzt diese Klasse unterrichten sollte. Am Dienstag sind wir dann doch mal mit der Computerlehrerin zur Headmistress gegangen, wo wir dann zu dem Schluss kamen, dass das so keinen Sinn macht. Dabei wurde auch unsere Vermutung bestätig, dass die absolut keine Ahnung haben, was sie mit uns machen sollen. Der Direktor, der eigentlich Freiwillige wollte, ist nämlich mittlerweile in Rente und jetzt dürfen wir es ausbaden, dass die dem ICDE nicht sagen konnten, dass sie doch keine Freiwilligen wollen.
Was wir jetzt die nächsten Wochen so machen sollen ist uns auch noch nicht so ganz klar. Wir sind dann heute nochmal zum Direktor – so langsam nervt es echt, dass die nie auf uns zukommen – und der meinte dann nur, wir sollten den September nochmal so weiter machen. Bleibt die Frage, mit was, da wir im Moment wirklich nichts zu tun haben. Mittwoch und Donnerstag haben wir immerhin zwei Lehrerinnen vertreten können aber heute saßen wir nur in ein paar Klassen und haben uns den Unterricht angehört, was zwar auch mal ganz interessant war, aber einen Monat lang?! Bald fangen wohl auch schon wieder Prüfungen an und dann fällt sogar das weg.
So wirklich befriedigend ist das hier alles noch nicht und wir fragen uns echt, was wir hier eigentlich sollen.
Jetzt warten wir also erstmal auf November und hoffen, dass sie sich bis dahin etwas haben einfallen lassen ansonsten weiß ich echt nicht ob das hier noch was wird.
My plan was
to write a new entry as soon as we get our fixed task for this year, which we were
told we would get this week but, thanks to the fine Indian manner, this was
postponed… to November.
But let’s start at the beginning. On Monday, we already wondered how these classes, which we should teach in whatever subject we wanted to, could spare two periods that easily. Apparently this was also the thought of the teachers who were supposed to teach these classes in subjects which are actually relevant to exams. So on Tuesday we went to the headmistress together with one of the computer teachers. We came to the conclusion that this really wasn’t the way it could go for the next months. We also discovered how right we were with our assumption that they had no idea on what they should do with us. The principal who wanted volunteers in the first place retired last year and now we have to sit through the result of them not being able to tell ICDE that they don’t want volunteers anymore.
Now we don’t have any idea what to do over the next few weeks. We went to the principal again today – it’s really getting on our nerves that they never make any effort to talk to us first – and he said we should just keep going with whatever we are doing right now but that would be nothing.
Wednesday and Thursday we at least substituted for two teachers who were absent. Today, however, we just sat in some classes and listened to the teacher which was interesting, sure, but for the entire month?! Also there will be exams starting soon so we won’t even be able to do that then.
This is really frustrating and we keep wondering why we are here at all.
So now we will wait for November and hope that they will have a plan for us by then. Otherwise I don’t know if this will get us anywhere.
But let’s start at the beginning. On Monday, we already wondered how these classes, which we should teach in whatever subject we wanted to, could spare two periods that easily. Apparently this was also the thought of the teachers who were supposed to teach these classes in subjects which are actually relevant to exams. So on Tuesday we went to the headmistress together with one of the computer teachers. We came to the conclusion that this really wasn’t the way it could go for the next months. We also discovered how right we were with our assumption that they had no idea on what they should do with us. The principal who wanted volunteers in the first place retired last year and now we have to sit through the result of them not being able to tell ICDE that they don’t want volunteers anymore.
Now we don’t have any idea what to do over the next few weeks. We went to the principal again today – it’s really getting on our nerves that they never make any effort to talk to us first – and he said we should just keep going with whatever we are doing right now but that would be nothing.
Wednesday and Thursday we at least substituted for two teachers who were absent. Today, however, we just sat in some classes and listened to the teacher which was interesting, sure, but for the entire month?! Also there will be exams starting soon so we won’t even be able to do that then.
This is really frustrating and we keep wondering why we are here at all.
So now we will wait for November and hope that they will have a plan for us by then. Otherwise I don’t know if this will get us anywhere.
Montag, 1. September 2014
Den ersten Unterrichtstag gerade so überlebt...
Übers Wochenende waren wir endlich mal in Mysore. Einmal am
Freitag mit der Wardenma’am (ja, so wird die genannt), die sich um die Kinder
kümmert, und am Samstag haben wir noch andere Freiwillige getroffen.
Mit der Wardenma’am war es ein bisschen schwierig. Also wir waren beim Mysore Palace, der wirklich sehr schön ist, und hinterher sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, weil Ava und ich gemeint hatten, dass wir evtl noch ein paar Klamotten kaufen wollten. Während wir uns aber einfach ein bisschen umschauen wollten hatte sie es so verstanden, dass wir unbedingt was kaufen müssten. Das war etwas anstrengend und bis wir sie vom Gegenteil überzeugen konnten wars dann schon Zeit fürs Mittagessen zu dem wir vom Besitzer der Schule (oder so) eingeladen wurden. Dabei hat sich unsere Laune wieder etwas gebessert, da er sich richtig mit uns unterhalten hat, während die meisten anderen hier in entscheidenden Positionen eher ohne uns Sachen besprechen und uns dann nur kurz vor knapp mitteilen, was jetzt der Plan ist. Dabei fühlen wir uns manchmal irgendwie wie kleine Kinder, die keine Ahnung haben.
Diese Beobachtung wurde uns auch am Samstag wieder bestätigt, als die Wardenma’am noch mit uns in die Stadt gefahren ist und erst ging, als wir unsere Freunde gefunden hatten, was leider doch länger gebraucht hatte als geplant. Wir arbeiten darauf hin, nächsten Samstag vll endlich mal ganz allein in die Stadt zu dürfen, mal sehen wie das läuft.
Mit den anderen Freiwilligen sind wir erstmal zu Adil & Azam, die einen kleinen Stand am Markt haben. Sie sind seit Jahren Treffpunkt für ICDE-Freiwillige und nach einem Chai aufs Haus war auch der Stress vom morgen wieder vergessen.
Nachdem wir unmengen von Obst gekauft hatten, sind wir dann zum Zoo, wo wir uns aber ein bisschen selbst wie Tiere im Käfig vorkamen, als ein Vater fragte, ob wir nicht ein Bild mit seiner Tochter machen würden. Der Zoo an sich war aber sehr schön, fast schon Dschungelartig. Ava und ich mussten aber schon früher wieder gehen, da unser Out-Pass (damit wir in die Stadt durften) nur bis 16:00 ging. Es war trotzdem echt schön.
Am Sonntag sind dann die Kinder von ihren Ferien wieder gekommen und heute mussten wir das erste mal unterrichten. Wir haben uns dazu entschieden im Laufe des Monats einfach über verschiedene Länder zu reden, damit die auch mal was vom Rest der Welt mitbekommen. Ich glaube kaum, dass die Erst- und Zweitklässler irgendetwas davon aufgenommen haben, was ziemlich deprimierend und auch anstrengend war. Bei den Dritt- und Viertklässlern lief es da schon ein bisschen besser, aber wir gucken jetzt einfach mal, wie die Woche so läuft.
Mit der Wardenma’am war es ein bisschen schwierig. Also wir waren beim Mysore Palace, der wirklich sehr schön ist, und hinterher sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, weil Ava und ich gemeint hatten, dass wir evtl noch ein paar Klamotten kaufen wollten. Während wir uns aber einfach ein bisschen umschauen wollten hatte sie es so verstanden, dass wir unbedingt was kaufen müssten. Das war etwas anstrengend und bis wir sie vom Gegenteil überzeugen konnten wars dann schon Zeit fürs Mittagessen zu dem wir vom Besitzer der Schule (oder so) eingeladen wurden. Dabei hat sich unsere Laune wieder etwas gebessert, da er sich richtig mit uns unterhalten hat, während die meisten anderen hier in entscheidenden Positionen eher ohne uns Sachen besprechen und uns dann nur kurz vor knapp mitteilen, was jetzt der Plan ist. Dabei fühlen wir uns manchmal irgendwie wie kleine Kinder, die keine Ahnung haben.
Diese Beobachtung wurde uns auch am Samstag wieder bestätigt, als die Wardenma’am noch mit uns in die Stadt gefahren ist und erst ging, als wir unsere Freunde gefunden hatten, was leider doch länger gebraucht hatte als geplant. Wir arbeiten darauf hin, nächsten Samstag vll endlich mal ganz allein in die Stadt zu dürfen, mal sehen wie das läuft.
Mit den anderen Freiwilligen sind wir erstmal zu Adil & Azam, die einen kleinen Stand am Markt haben. Sie sind seit Jahren Treffpunkt für ICDE-Freiwillige und nach einem Chai aufs Haus war auch der Stress vom morgen wieder vergessen.
Nachdem wir unmengen von Obst gekauft hatten, sind wir dann zum Zoo, wo wir uns aber ein bisschen selbst wie Tiere im Käfig vorkamen, als ein Vater fragte, ob wir nicht ein Bild mit seiner Tochter machen würden. Der Zoo an sich war aber sehr schön, fast schon Dschungelartig. Ava und ich mussten aber schon früher wieder gehen, da unser Out-Pass (damit wir in die Stadt durften) nur bis 16:00 ging. Es war trotzdem echt schön.
Am Sonntag sind dann die Kinder von ihren Ferien wieder gekommen und heute mussten wir das erste mal unterrichten. Wir haben uns dazu entschieden im Laufe des Monats einfach über verschiedene Länder zu reden, damit die auch mal was vom Rest der Welt mitbekommen. Ich glaube kaum, dass die Erst- und Zweitklässler irgendetwas davon aufgenommen haben, was ziemlich deprimierend und auch anstrengend war. Bei den Dritt- und Viertklässlern lief es da schon ein bisschen besser, aber wir gucken jetzt einfach mal, wie die Woche so läuft.
With wardenma’am it was a little bit difficult. So we went to Mysore Palace which is really nice and afterwards we walked along some shopping streets because Ava and I had said that we wanted to buy some clothes etc. However, while we were thinking about just having a look around and buy something if we see something nice, she had the impression that we really had to buy something. That was a little exhausting and when we could convince her from the opposite it was already time for lunch to which the owner of the school (or something like that) invited us.
That really brightened our mood because he actually talked to us in comparison to most other people in charge here who just talk among themselves and then tell us the plan right before it’s happening. It sometimes makes us feel like little kids that have no idea on what’s going on.
We had this feeling again on Saturday, when wardenma’am came to the city with us again and wouldn’t leave until we had met our friends which unfortunately took a little longer than planned. We hope that maybe this Saturday we will be allowed to go to the city all by ourselves.
The other volunteers took us to Adil & Azam who have a little shop at the market. It has been a meeting point for ICDE-volunteers for years and after a cup of chai on the house, the stressful morning was off our minds.
After we bought tons of fruits from the market, we went to the zoo where we felt like an exhibition ourselves, when a father asked us if we would take a picture with his daughter. The zoo itself was really nice but unfortunately Ava and I had to leave earlier because our Out-Pass (which allowed us to go to the city) only lasted till 4 pm. Still, it was a very nice day.
Sunday, the kids came back from their holidays and today we had to teach for the first time. We decided to take this month to talk about different countries, so that the kids will hear something from the rest of the world (- they really have no idea). I don’t think the first and second graders took away too much from it, which is quite depressing and exhausting. It went a little bit better with the third and fourth grader though but we will see how it goes during the week.
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