Ich bin Hannah und werde ab dem 10. August für ein Jahr nach Indien gehen. Dort absolviere ich mit dem ICJA Freiwilligenaustausch weltweit einen Freiwilligendienst. Ich werde versuchen euch auf diesem Blog so gut es geht auf dem Laufenden zu halten. - Hi, my name is Hannah and starting August 10th, I'm going to spend one year in India, participating in an incultural exchange program, organized by ICJA Freiwilligenaustausch weltweit. I'll try to upload some of my experiences in English as well.
Montag, 26. Januar 2015
Freitag, 16. Januar 2015
Becca Kim
Eigentlich sollte dieser Post über unseren Urlaub sein, mit Bildern und wie schön doch das Leben ist, leider ist es aber auch verdammt kurz.
Ich habe gerade erfahren, dass ein Mädchen, das in meinem Mathekurs in meiner amerikanischen High School war, gestern aus einem Fenster im 8. Stock gefallen ist und kurz darauf im Krankenhaus im Alter von 18 Jahren gestorben ist. Auch wenn ich sie nicht besonders gut kannte, möchte ich diesen Post ihrem Andenken widmen. Sie war ein unglaublich netter und fröhlicher Mensch und hätte bestimmt viel aus ihrem Leben gemacht.
RIP Becca Kim
This post was supposed to be about our holiday trip with pictures, showing how wonderful life is, unfortunately it is also pretty damn short.
I just got to know that a girl who was in my maths class in my American High School, fell from an 8-story window and died shortly afterwards in a hospital at the age of 18. Even though I didn't know her that well, I want to dedicate this post to her memoriam. She was always really nice and constantly happy and I'm sure she would have made a lot of her life.
RIP Becca Kim
Ich habe gerade erfahren, dass ein Mädchen, das in meinem Mathekurs in meiner amerikanischen High School war, gestern aus einem Fenster im 8. Stock gefallen ist und kurz darauf im Krankenhaus im Alter von 18 Jahren gestorben ist. Auch wenn ich sie nicht besonders gut kannte, möchte ich diesen Post ihrem Andenken widmen. Sie war ein unglaublich netter und fröhlicher Mensch und hätte bestimmt viel aus ihrem Leben gemacht.
RIP Becca Kim
This post was supposed to be about our holiday trip with pictures, showing how wonderful life is, unfortunately it is also pretty damn short.
I just got to know that a girl who was in my maths class in my American High School, fell from an 8-story window and died shortly afterwards in a hospital at the age of 18. Even though I didn't know her that well, I want to dedicate this post to her memoriam. She was always really nice and constantly happy and I'm sure she would have made a lot of her life.
RIP Becca Kim
Sonntag, 21. Dezember 2014
Indischer Alltag / Indian everyday life
Mal wieder ist es schon Ewigkeiten her seit meines letzten
Blogeintrags. Das liegt daran, dass hier einfach in letzter Zeit alles Alltag
ist. Dann ist mir eingefallen, dass ihr ja gar nicht wisst, was Alltag in
Indien heißt, deswegen hier mal ein grober Tagesablauf.
*Vorab eine kurze Anmerkung: dies alles sind natürlich nur meine eigenen Beobachtungen und Meinungen - zusammen mit ein wenig Sarkasmus, den ihr hoffentlich alle als solchen erkennt (und ohne den man hier das eine oder andere auch einfach keine 12 Monate aushalten würde ;) ).
Um sechs Uhr morgens klingelt der Wecker – zum ersten Mal. Nach dem vierten Mal auf den snooze button drücken muss sich dann mal langsam einer von uns ins Bad begeben (ca. 2m2 mit Toilette und Wasserhahn für Duschwasser), um den Heizstab für warmes Wasser anzuschalten. Mit der Aussicht auf eine sonst extrem kalte Dusche, die jede Ice-Buckett-Challange lächerlich aussehen lassen würde, findet sich dafür dann auch immer noch genug Motivation.
Um 7:45 ist dann Zeit für Morning-Prep. Hier sollen die Internatsschüler theoretisch Hausaufgaben machen und lernen und wir, als kompetente Lehrkräfte, sollen dabei helfen. Anscheinend wird jedoch im Unterricht oft vergessen, dass erstmal Hausaufgaben aufgegeben werden müssten. Stattdessen sitzen jeden Morgen 26 Jungs aus der 1. bis zur 5. Klasse vor mir und haben nichts anderes zu tun als zu reden und zu malen, was mich mit der undankbaren Aufgabe stehen lässt, sie zu ermahnen leise zu sein und sie abermals darauf hizuweisen, dass das Malen während Prep-time neuerdings nicht erlaubt ist – dass das die einzige einigermaßen sinnvolle und vor allem ruhige Beschäftigung wäre, wollen einige Lehrer leider nicht einsehen und so versuche ich meine Prinzipien nicht völlig über den Haufen zu werfen, ohne dabei die Arbeitsweisen der indischen Lehrer anzugreifen. Leichter gesagt als getan, wenn die Oberaufsicht der Prep schon beim kleinsten Mucks mit erhobenen Linial ins Klassenzimmer kommt, die Schüler aber trotzdem nur leise sind, wenn dieses schon mehrmals zum Einsatz kommen musste. Naja, da arbeiten wir noch dran.
Nach der Prep, gegen 8:45 gehen wir möglichst unauffällig an der Morning Assembly vorbei – die können wir mittlerweile eh schon Wort für Wort auswendig – um uns für den Rest des Tages vorzubereiten. Der beginnt um ca 9:15 damit, dem Bus hinterherzurennen – es konnte uns bis zum heutigen Tag noch keiner auch nur annäherungsweise sagen, wann hier Busse in die Stadt fahren –und sich dann, nachdem man sich erfolgreich reingequetscht hat, von gut der Hälfte der Insassen für die komplette, halbstündige Fahrt anstarren zu lassen. Wenn man einigermaßen gut drauf ist, lässt sich das zu dem Spiel umändern, wer zuerst wegguckt – gegen das ziemlich ungenierte Gucken der Inder ist meine Gewinnerquote da jedoch verschwindend gering.
Nach einem mittlerweile schon fast täglichen Stopp beim „Saftladen“ unseres Vertrauens am City Bus Stand (CBS), geht es weiter mit dem Bus, wieder eine halbe Stunde nach Hanumanthanagar, wo das Mädelsheim ist.
Dort angekommen werden wir immer erst einmal mit einer Tasse Kaffee begrüßt - richtiger Kaffee, nicht diese Tasse Zucker mit Milch und einem Schuss Kaffee, die die Inder sonst immer trinken. Gegen 11 Uhr begeben wir uns dann nach oben, wo Ammuja und Sonu, die zwei Jüngsten des Heims schon auf uns warten. Gelegentlich ist auch Saleem dabei, ein Junge aus den Slums. Der kommt allerdings nur, wenn man ihn holt, wofür die Schwestern nicht immer Zeit haben, was aber Ava und ich in Zukunft übernehmen werden. Bis zum Mittagessen um 13 Uhr bringen wir dann Englisch und Mathe bei. Es ist ziemlich krass zu sehen, wie zwei Vier- und Fünfjährige Mädchen, die quasi von Anfang an in einem Heim leben, so viel mehr wissen und schneller lernen, als ein Zehnjähriger, der sein ganzes Leben in Slums gelebt hat. Es ist dafür aber um so schöner, einzelne kleine Erfolgserlebnisse beobachten zu können.
Nach einer guten Portion Reis zum Mittag ist wieder Busfahren angesagt, wieder erstmal zum CBS – die Mysorianer kennen einfach keine andere Route, egal wohin – und dann nach Kuvampunagar, zum Jungsheim. Dort sollen wir eigentlich Father Peter, dem Leiter des Jungsheims, und seiner Schwägerin Deutsch beibringen und auch Sister Lisy, vom Mädelsheim, wollte ursprünglich mal Deutsch lernen, da Father und Sister viel mit Leuten in der Schweiz zu tun haben. Die einzige, die wirklich dabei ist, ist aber nur Fathers Schwägerin und so wird der Unterricht oft „heute mal ausgelassen“.
Stattdessen kriegen wir eine Tasse Kaffee in die Hand gedrückt und wir widmen uns anderen Aufgaben, wie zum Beispiel die Krippe für Weihnachten neu zu dekorieren. Gegen 16:30 kommen dann die Jungs aus der Schule wieder, denen wir dann auch noch etwas Englisch beibringen. Ich glaube zwar, dass sie hauptsächlich durch unsere bloße Anwesenheit Englisch lernen und dadurch, dass wir uns einfach mit ihnen unterhalten, aber das Ganze soll ja ein bisschen nach was Offiziellem aussehen – obwohl ich mir da auch nicht ganz sicher bin wie gut das klappt. Wir sind dann halt doch immer noch die Akkas (große Schwestern), mit der man am Wochenende im Park Verstecken spielt.
Um sieben rum geht es dann wieder mit dem Bus nach Hause, wo wir dann mit den Jungs aus der 5. und 6. Klasse noch Fangen spielen oder im Regen ein Wasserschlacht machen – minimal sinnlos, aaber witzig.
Bis auf das viele Bus fahren macht das alles echt Spaß – aber wer weiß, vielleicht besitzen wir ja nächsten Monat um diese Zeit schon einen Roller...
Jetzt ist aber erstmal Weihnachten am Strand angesagt. Na gut, es wird wahrscheinlich mehr Strand als Weihnachten aber da muss man wohl Kompromisse machen ;) Immerhin haben wir jetzt endlich jemanden im Besitz eines Ofens gefunden – für die Zubereitung des allgegenwärtigen Reises braucht man halt keinen – und werden wenigstens für den 4. Advent noch Weihnachtskekse backen.
In diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!
*Nachtrag, 4. Advent: Der „Ofen“ hat sich als Mikrowelle entpuppt, aber mit Gradeinstellung und allem drum und dran. Wer kann schon von sich behaupten, einigermaßen akkzeptable Weihnachtsplätzchen in einer Mikrowelle gebacken zu haben?
Once again, it has been ages since my last blog entry. That’s because we are slowly really getting settled and simply participating in the Indian everyday life but since you don’t know what the “everyday life in India” means, I thought I’d give a short summary of what we do each day.
*I should mention up front, that none of this should be related to the ICJA or the ICDE or any of those organizations. These are just my own observations and experiences – together with a little sarcasm, which you will hopefully be able to identify as such (and without which it sometimes would be impossible to survive in this country for 12 months ;)).
The alarm goes off at six o’clock in the morning – for the first time. After about 4 times of hitting the snooze button, one of us eventually has to get up to turn on the immersion heater for hot water. The alternative being an ice cold shower which would make any ice-bucket-challenge look ridiculous, we usually put together enough motivation.
At 7:45 it’s time for Prep-time. This is where the boarding students are supposed to do their homework and study and we, as part of the teaching faculty, are shall help them. However, it seems that during class time many teachers forget that they first have to give homework at all. Instead, I have 26 boys from 1st to 5th standard in front of me, not having anything else to do but talking and drawing which leaves me with the undesired job of telling them over and over again to be quiet and reminding them that drawing is not longer allowed during Prep-time – apparently some teachers don’t want to accept that this would be the only good occupation which would also keep them quiet. So I’m left trying to keep my principles without insulting the Indian teacher. Easier said than done when there is always a teacher outside of the classroom who will come inside when there is the slightest sign of disturbance, often already with a risen scale – even more so when the students only listen to you if the scale has already come to use several times. Well, we are working on that.
After Prep, around 8:45 we quietly walk past the morning assembly – by now we know it by heart anyways – to get ready for the rest of the day. This one starts with running after the bus – till the present day none could even give us an approximate answer as to when the buses come – and if we have successfully squeezed us in, having at least half of the people in the bus staring at us for the entire 30 minute ride. If you are in a good mood you can make a game out of it ‘who looks away first’ – against the shameless Indian staring, however, my winning percentage is pretty low.
After half an hour we reach the City Bus Stand (CBS) from where we have to take another bus to Hanumanthanagar where the girl’s home, Roshini, is.
There we are always being welcomed with a black cup of coffee – real coffee, not the cup of sugar with milk and some coffee Indians usually drink. At around 11 o’clock we go upstairs where Sonu and Ammuja, the two youngest girls from the home are already waiting for us. Every now and then there is also a boy from the slums, Saleem, but he won’t come if none picks him which the sisters don’t always have the time for. Starting next year, Ava and I will also do that.
Until lunch, around one o’clock we teach them some English and math. It is sad to see how two four- and five-year-old girls that spent most of their lives in an orphanage, know so much more and pick up new things much faster than a ten-year-old boy that spent his entire life in the slums. At least it makes a small success an even greater achievement. It is also nice to see how he is really eager to learn as much as he can through this opportunity.
After a full plate of rice we take the bus once again to the CBS – the Mysurians don’t seem to know any other route wherever they go – and from there to Kuvampunagar, to the boy’s home.
We were originally supposed to teach German for Father Peter, the director of the boy’s home, and his sister-in-law and also Sister Lisy, from the girl’s home wanted to learn German because Father and Sister frequently are contact with people in Germany and Switzerland. However, the only good student is Father’s sister-in-law, which is why we “shall skip German class today” more and more often.
Instead we get another cup of coffee and we take care of other projects such as redesigning the Christmas crib. At about 4:30 pm the boys come home from class and after they had some playtime we start our English class. I still think they learn the most from us just being there and talking to them but I guess we have to make it look somewhat official – although I’m not quite sure how well that’s working out. After all we are still their Akkas (big sisters) with whom the play hide and seek in the park.
Around seven o’clock we take the bus back home where we do running races with the boys from 5th and 6th standard or water hose fights in the rain – quite useless but nonetheless funny.
Except of the three hours we spend in buses each day, we are having a great time but who knows, maybe we will have a scooter soon…
For now, however, we are more or less looking forward to Christmas at the beach. It will probably be more being at the beach than Christmas but I guess that’s just a compromise we have to make ;) At least we finally found someone with an oven – not a common equipment since it’s not needed for the everyday preparation of rice – and we will make some Christmas cookies for the fourth Sunday of Advent.
So, merry Christmas and a happy new year!
*Addendum, fourth Sunday of Advent: The “oven” turned out to be a microwave oven but with baking options and all the trimmings and I mean who can say about himself that he has already made Christmas cookies in a microwave?
*Vorab eine kurze Anmerkung: dies alles sind natürlich nur meine eigenen Beobachtungen und Meinungen - zusammen mit ein wenig Sarkasmus, den ihr hoffentlich alle als solchen erkennt (und ohne den man hier das eine oder andere auch einfach keine 12 Monate aushalten würde ;) ).
Um sechs Uhr morgens klingelt der Wecker – zum ersten Mal. Nach dem vierten Mal auf den snooze button drücken muss sich dann mal langsam einer von uns ins Bad begeben (ca. 2m2 mit Toilette und Wasserhahn für Duschwasser), um den Heizstab für warmes Wasser anzuschalten. Mit der Aussicht auf eine sonst extrem kalte Dusche, die jede Ice-Buckett-Challange lächerlich aussehen lassen würde, findet sich dafür dann auch immer noch genug Motivation.
Um 7:45 ist dann Zeit für Morning-Prep. Hier sollen die Internatsschüler theoretisch Hausaufgaben machen und lernen und wir, als kompetente Lehrkräfte, sollen dabei helfen. Anscheinend wird jedoch im Unterricht oft vergessen, dass erstmal Hausaufgaben aufgegeben werden müssten. Stattdessen sitzen jeden Morgen 26 Jungs aus der 1. bis zur 5. Klasse vor mir und haben nichts anderes zu tun als zu reden und zu malen, was mich mit der undankbaren Aufgabe stehen lässt, sie zu ermahnen leise zu sein und sie abermals darauf hizuweisen, dass das Malen während Prep-time neuerdings nicht erlaubt ist – dass das die einzige einigermaßen sinnvolle und vor allem ruhige Beschäftigung wäre, wollen einige Lehrer leider nicht einsehen und so versuche ich meine Prinzipien nicht völlig über den Haufen zu werfen, ohne dabei die Arbeitsweisen der indischen Lehrer anzugreifen. Leichter gesagt als getan, wenn die Oberaufsicht der Prep schon beim kleinsten Mucks mit erhobenen Linial ins Klassenzimmer kommt, die Schüler aber trotzdem nur leise sind, wenn dieses schon mehrmals zum Einsatz kommen musste. Naja, da arbeiten wir noch dran.
Nach der Prep, gegen 8:45 gehen wir möglichst unauffällig an der Morning Assembly vorbei – die können wir mittlerweile eh schon Wort für Wort auswendig – um uns für den Rest des Tages vorzubereiten. Der beginnt um ca 9:15 damit, dem Bus hinterherzurennen – es konnte uns bis zum heutigen Tag noch keiner auch nur annäherungsweise sagen, wann hier Busse in die Stadt fahren –und sich dann, nachdem man sich erfolgreich reingequetscht hat, von gut der Hälfte der Insassen für die komplette, halbstündige Fahrt anstarren zu lassen. Wenn man einigermaßen gut drauf ist, lässt sich das zu dem Spiel umändern, wer zuerst wegguckt – gegen das ziemlich ungenierte Gucken der Inder ist meine Gewinnerquote da jedoch verschwindend gering.
Nach einem mittlerweile schon fast täglichen Stopp beim „Saftladen“ unseres Vertrauens am City Bus Stand (CBS), geht es weiter mit dem Bus, wieder eine halbe Stunde nach Hanumanthanagar, wo das Mädelsheim ist.
Dort angekommen werden wir immer erst einmal mit einer Tasse Kaffee begrüßt - richtiger Kaffee, nicht diese Tasse Zucker mit Milch und einem Schuss Kaffee, die die Inder sonst immer trinken. Gegen 11 Uhr begeben wir uns dann nach oben, wo Ammuja und Sonu, die zwei Jüngsten des Heims schon auf uns warten. Gelegentlich ist auch Saleem dabei, ein Junge aus den Slums. Der kommt allerdings nur, wenn man ihn holt, wofür die Schwestern nicht immer Zeit haben, was aber Ava und ich in Zukunft übernehmen werden. Bis zum Mittagessen um 13 Uhr bringen wir dann Englisch und Mathe bei. Es ist ziemlich krass zu sehen, wie zwei Vier- und Fünfjährige Mädchen, die quasi von Anfang an in einem Heim leben, so viel mehr wissen und schneller lernen, als ein Zehnjähriger, der sein ganzes Leben in Slums gelebt hat. Es ist dafür aber um so schöner, einzelne kleine Erfolgserlebnisse beobachten zu können.
Nach einer guten Portion Reis zum Mittag ist wieder Busfahren angesagt, wieder erstmal zum CBS – die Mysorianer kennen einfach keine andere Route, egal wohin – und dann nach Kuvampunagar, zum Jungsheim. Dort sollen wir eigentlich Father Peter, dem Leiter des Jungsheims, und seiner Schwägerin Deutsch beibringen und auch Sister Lisy, vom Mädelsheim, wollte ursprünglich mal Deutsch lernen, da Father und Sister viel mit Leuten in der Schweiz zu tun haben. Die einzige, die wirklich dabei ist, ist aber nur Fathers Schwägerin und so wird der Unterricht oft „heute mal ausgelassen“.
Stattdessen kriegen wir eine Tasse Kaffee in die Hand gedrückt und wir widmen uns anderen Aufgaben, wie zum Beispiel die Krippe für Weihnachten neu zu dekorieren. Gegen 16:30 kommen dann die Jungs aus der Schule wieder, denen wir dann auch noch etwas Englisch beibringen. Ich glaube zwar, dass sie hauptsächlich durch unsere bloße Anwesenheit Englisch lernen und dadurch, dass wir uns einfach mit ihnen unterhalten, aber das Ganze soll ja ein bisschen nach was Offiziellem aussehen – obwohl ich mir da auch nicht ganz sicher bin wie gut das klappt. Wir sind dann halt doch immer noch die Akkas (große Schwestern), mit der man am Wochenende im Park Verstecken spielt.
Um sieben rum geht es dann wieder mit dem Bus nach Hause, wo wir dann mit den Jungs aus der 5. und 6. Klasse noch Fangen spielen oder im Regen ein Wasserschlacht machen – minimal sinnlos, aaber witzig.
Bis auf das viele Bus fahren macht das alles echt Spaß – aber wer weiß, vielleicht besitzen wir ja nächsten Monat um diese Zeit schon einen Roller...
Jetzt ist aber erstmal Weihnachten am Strand angesagt. Na gut, es wird wahrscheinlich mehr Strand als Weihnachten aber da muss man wohl Kompromisse machen ;) Immerhin haben wir jetzt endlich jemanden im Besitz eines Ofens gefunden – für die Zubereitung des allgegenwärtigen Reises braucht man halt keinen – und werden wenigstens für den 4. Advent noch Weihnachtskekse backen.
In diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!
*Nachtrag, 4. Advent: Der „Ofen“ hat sich als Mikrowelle entpuppt, aber mit Gradeinstellung und allem drum und dran. Wer kann schon von sich behaupten, einigermaßen akkzeptable Weihnachtsplätzchen in einer Mikrowelle gebacken zu haben?
Once again, it has been ages since my last blog entry. That’s because we are slowly really getting settled and simply participating in the Indian everyday life but since you don’t know what the “everyday life in India” means, I thought I’d give a short summary of what we do each day.
*I should mention up front, that none of this should be related to the ICJA or the ICDE or any of those organizations. These are just my own observations and experiences – together with a little sarcasm, which you will hopefully be able to identify as such (and without which it sometimes would be impossible to survive in this country for 12 months ;)).
The alarm goes off at six o’clock in the morning – for the first time. After about 4 times of hitting the snooze button, one of us eventually has to get up to turn on the immersion heater for hot water. The alternative being an ice cold shower which would make any ice-bucket-challenge look ridiculous, we usually put together enough motivation.
At 7:45 it’s time for Prep-time. This is where the boarding students are supposed to do their homework and study and we, as part of the teaching faculty, are shall help them. However, it seems that during class time many teachers forget that they first have to give homework at all. Instead, I have 26 boys from 1st to 5th standard in front of me, not having anything else to do but talking and drawing which leaves me with the undesired job of telling them over and over again to be quiet and reminding them that drawing is not longer allowed during Prep-time – apparently some teachers don’t want to accept that this would be the only good occupation which would also keep them quiet. So I’m left trying to keep my principles without insulting the Indian teacher. Easier said than done when there is always a teacher outside of the classroom who will come inside when there is the slightest sign of disturbance, often already with a risen scale – even more so when the students only listen to you if the scale has already come to use several times. Well, we are working on that.
After Prep, around 8:45 we quietly walk past the morning assembly – by now we know it by heart anyways – to get ready for the rest of the day. This one starts with running after the bus – till the present day none could even give us an approximate answer as to when the buses come – and if we have successfully squeezed us in, having at least half of the people in the bus staring at us for the entire 30 minute ride. If you are in a good mood you can make a game out of it ‘who looks away first’ – against the shameless Indian staring, however, my winning percentage is pretty low.
After half an hour we reach the City Bus Stand (CBS) from where we have to take another bus to Hanumanthanagar where the girl’s home, Roshini, is.
There we are always being welcomed with a black cup of coffee – real coffee, not the cup of sugar with milk and some coffee Indians usually drink. At around 11 o’clock we go upstairs where Sonu and Ammuja, the two youngest girls from the home are already waiting for us. Every now and then there is also a boy from the slums, Saleem, but he won’t come if none picks him which the sisters don’t always have the time for. Starting next year, Ava and I will also do that.
Until lunch, around one o’clock we teach them some English and math. It is sad to see how two four- and five-year-old girls that spent most of their lives in an orphanage, know so much more and pick up new things much faster than a ten-year-old boy that spent his entire life in the slums. At least it makes a small success an even greater achievement. It is also nice to see how he is really eager to learn as much as he can through this opportunity.
After a full plate of rice we take the bus once again to the CBS – the Mysurians don’t seem to know any other route wherever they go – and from there to Kuvampunagar, to the boy’s home.
We were originally supposed to teach German for Father Peter, the director of the boy’s home, and his sister-in-law and also Sister Lisy, from the girl’s home wanted to learn German because Father and Sister frequently are contact with people in Germany and Switzerland. However, the only good student is Father’s sister-in-law, which is why we “shall skip German class today” more and more often.
Instead we get another cup of coffee and we take care of other projects such as redesigning the Christmas crib. At about 4:30 pm the boys come home from class and after they had some playtime we start our English class. I still think they learn the most from us just being there and talking to them but I guess we have to make it look somewhat official – although I’m not quite sure how well that’s working out. After all we are still their Akkas (big sisters) with whom the play hide and seek in the park.
Around seven o’clock we take the bus back home where we do running races with the boys from 5th and 6th standard or water hose fights in the rain – quite useless but nonetheless funny.
Except of the three hours we spend in buses each day, we are having a great time but who knows, maybe we will have a scooter soon…
For now, however, we are more or less looking forward to Christmas at the beach. It will probably be more being at the beach than Christmas but I guess that’s just a compromise we have to make ;) At least we finally found someone with an oven – not a common equipment since it’s not needed for the everyday preparation of rice – and we will make some Christmas cookies for the fourth Sunday of Advent.
So, merry Christmas and a happy new year!
*Addendum, fourth Sunday of Advent: The “oven” turned out to be a microwave oven but with baking options and all the trimmings and I mean who can say about himself that he has already made Christmas cookies in a microwave?
Samstag, 8. November 2014
Jog Falls, Desara, Kerala, Hampi &What Don Bosco
Ich poste jetzt wenigstens mal Bilder, weil ich irgendwie nicht zum schreiben komme. Nur ein paar Worte zu Don Bosco, das "Feriencamp" war super! Wir hatten für die Vormittage immer eine Aktion vorbereitet. Da haben wir zum Beispiel Freundschaftsbänder geknüpft, Knete selber hergestellt und Masken gestaltet. Nachmittags sind wir dann meistens raus und haben Völkerball gespielt. Es hat jedenfalls total viel Spaß gemacht und die Kinder sind auch echt super. Wir werden jetzt auch dauerhaft dort arbeiten. Tagsüber werden den jüngsten Mädchen und noch ein paar Kindern aus den Slums Spoken English und etwas Mathe beibringen und abends sind wir dann bei den Jungs und machen mit denen auch noch Englisch. Außerdem wollen Father Peter und Sister Lisy, die Leiter der beiden Heime unbedingt Deutsch lernen, wofür wir jetzt auch noch jeweils eine Stunde einplanen.
Wir bleiben aber bei der Mysore Public School wohnen und machen weiterhin morgens mit denen Studytime. Alles in allem ist es so jetzt echt perfekt :)
Wir bleiben aber bei der Mysore Public School wohnen und machen weiterhin morgens mit denen Studytime. Alles in allem ist es so jetzt echt perfekt :)
| Chinesische Fischernetze in Kochi |
| Backwaters in Allepuzha |
| Varkala |
| Varkala |
| Jam Session in Hampi |
| What's on the cake? - Our eyes! |
Sonntag, 19. Oktober 2014
Desara holidays
Auf unserem Vorbereitungsseminar für unser FSJ wurde uns
gesagt, dass wir auf Blogs und ähnlichem immer möglichst neutral schreiben
sollten und nie etwas schlecht reden sollen, nur weil wir es einfach nicht so
toll fanden. Deswegen sagen wir einfach mal die Desaraprozession war nicht das,
was wir erwartet hatten. Also es waren geschmückte Elefanten dabei und die
sahen echt cool aus und da waren auch ein paar echt gute Tänzer... Es waren
auch echt viele Leute da und wir waren extra früh gekommen um noch gute Plätze
zu bekommen. Wir hatten dann auch echt viel Platz – in indischen Dimensionen
hätten noch mindestens 10 Leute in die Mitte unseres Kreises gepasst – und das
Wetter war auch super... aber sind wir mal ehrlich es war einfach ein leicht
chaotischer Karnevalsumzug. Warum dafür Menschen aus dem ganzen Land angereist
kommen, ist uns allen nicht ganz klar geworden, aber gut.
Desara war damit abgehakt und das hieß, dass es Zeit für unseren Backpackingtrip nach Kerala war. Am Abend des 5. Oktobers haben wir uns also mit einem Nachtbus auf den Weg nach Kochi gemacht. Nach einer ca. 11 stündigen Fahrt sind wir am nächsten morgen im Stadtteil Ernakulam angekommen – gar nicht mal so k.o., da wir nach ein paar Missverständnissen ziemlich kurzfristig nur noch Tickets für einen etwas teureren und dafür deutlich bequemeren Bus bekommen hatten. Von Ernakulam ging es dann mit der Fähre weiter nach Fort Cochin, das deutlich mehr an Touristen gerichtet ist. Fort Cochin war wirklich schön, mit lauter kleinen Schmuckläden und abends haben wir am Strand den Sonnenuntergang genossen und uns die chinesischen Fischernetze angeguckt. Am nächsten Tag haben wir uns noch in Mattancherry, im jüdischen Viertel, den Palast und die Synagoge angeguckt – beides nicht übermäßig beeindruckend, aber damit war wenigstens der kulturelle Teil unseres Aufenthalts in Kochi abgedeckt – und dann ging es auch schon weiter nach Alappuzha.
Eigentlich wollten wir dort Freunde unseres Direktors besuchen, die waren aber dann doch gar nicht zu Hause. Zunächst etwas genervt von der indischen Planung waren wir doch relativ schnell wieder versöhnt, als wir ein sehr schönes und relativ günstiges Hotel direkt am Strand gefunden haben. Nach einem kurzen Gang ins Meer haben wir uns noch sehr nett mit ein paar Deutschen unterhalten und haben es einfach genossen am Meer zu liegen.
Am nächsten Morgen mussten wir schon wieder umdisponieren, da die Fähre, die wir ursprünglich weiter nach Kollam nehmen wollten, momentan gar nicht fährt. In Kollam wollten wir eigentlich eine Tagestour auf den Backwaters machen, das haben wir dann einfach kurzerhand doch von Alapuzha aus gemacht. Wir haben uns also vier Stunden lang in einem Kanu durch die Gewässer schippern lassen. Eigentlich hätten wir auch gerne ein Hausboot genommen, die sind aber echt teuer und die kurze Tour war dann auch echt entspannend. Die Tour bildete aber auch schon wieder das Ende unseres Aufenthalts in Alapuzha und so ging es weiter nach Varkala. Dort hatten wir ursrpünglich nur einen Tag eingeplant, auf Grund der Planänderungen und weil es uns in Alapuzha wärmstens empholen wurde, haben wir dann aber doch für zwei Nächte ein Zimmer genommen – sehr gute Entscheidung. Varkala ist wirklich wunderschön, obwohl oder vielleicht auch gerade weil es eher touristisch ist. Ich muss gestehen, dass wir uns während unseres Urlaubs doch ein bisschen nach westlichen Ecken umgeschaut haben. In gewisser Hinsicht war es ein bisschen ein Urlaub vom indischen, denn so schön und faszinierend dieses Land auch ist, manchmal ist es einfach echt anstrengend.
In Varkala haben wir uns also eigentlich nur in der Touristenregion aufgehalten, die oben an ein paar „Klippen“ entlang liegt, von wo aus man über Treppen zum Meer gelangt. Dort entlang sind wir dann auch zu einem Tempel gegangen, der einzigen wirklich Sehenswürdigkeit in Varkala. Da wir aber keine Hindus sind, durften wir nicht rein und von außen sah es jetzt nicht gerade spektakulär aus. Dafür blieb uns umso mehr Zeit uns an den Strand zu legen und einfach nichts zu tun – irgendwie klingt das im nachhinein so, als hätten wir die ganze Zeit so gut wie gar nichts gemacht, zu der Zeit fanden wir es aber echt anstrengend, immerhin waren wir innerhalb von 6 Tagen in 5 verschiedenen Orten.
Am Freitag ging es morgens weiter nach Thiruvananthapuram, der Hauptstadt von Kerala. Dort hatten wir das erste mal Probleme, ein Hotelzimmer zu finden, und als wir endlich eins gefunden hatten, war das unser schlechtestes und teuerstes zugleich, aber ich schätze so ist das in Städten nunmal. In Thiruvananthapuram (oder auch Trivandrum) stand der Zoologische Garten auf dem Plan. Ähnlich wie der Mysore Zoo war der auch fast Dschungelartig angelegt, was ich wirklich schön finde, lange im Zoo ausgehalten haben wir es trotzdem nicht. Die Inder sind nämlich nicht gerade die freundlichsten Zoobesucher und irgendwann konnten wir uns das An-die-Scheiben-Klopfen und die vielen Rufe, der Tiger solle doch endlich mal was machen, nicht mehr anhören und sind dann – wer hätte es gedacht – in ein möglichst westliches Cafe geflüchtet.
Der nächste Morgen brachte dann schon unseren letzten Tag unserer Reise mit sich. Auf unserem Weg nach Kanyakumari, dem südlichsten Punkt Indiens, haben wir noch einen Zwischenstopp in Thuckalay eingelegt, um dort einen weiteren Palast zu besichtigen. Hier waren wir mal wieder ein wenig von der indischen Geschäftemacherei beeindruckt (man könnte auch genervt sagen), denn neben der Eintrittskarte kamen noch ein Ticket für die Kamera und ein Gebühr für das Aufbewahren von Schuhen und Rücksäcken dazu. Das wir kein Problem damit gehabt hätten die Rücksäcke mitzunehmen war natürlich egal. Naja, war trotzdem nett. In Kanyakumari haben wir uns dann noch ein paar Memorials angeguckt und dann war unsere Reise auch schon zu Ende, zumindest der angenehme Teil. Vor uns lag nämlich noch eine 13-stündige Zugfahrt nach Bangalore, die auf Grund mechanischer Probleme auf 16 Stunden verlängert wurde. Von Bangalore waren es dann noch weitere 3 Stunden nach Mysore, wo wir völlig k.o. aber immerhin pünktlich zum Abendessen ankamen.
*Ich brauche immer Ewigkeiten um so einen Blogeintrag hochzuladen weshalb unsere Reise jetzt schon wieder 6 Tage her ist und das Feriencamp bei Don Bosco auch schon längst begonnen hat, aber davon Berichte ich dann doch lieber wann anders sonst wird das hier gar nichts mehr.
Desara war damit abgehakt und das hieß, dass es Zeit für unseren Backpackingtrip nach Kerala war. Am Abend des 5. Oktobers haben wir uns also mit einem Nachtbus auf den Weg nach Kochi gemacht. Nach einer ca. 11 stündigen Fahrt sind wir am nächsten morgen im Stadtteil Ernakulam angekommen – gar nicht mal so k.o., da wir nach ein paar Missverständnissen ziemlich kurzfristig nur noch Tickets für einen etwas teureren und dafür deutlich bequemeren Bus bekommen hatten. Von Ernakulam ging es dann mit der Fähre weiter nach Fort Cochin, das deutlich mehr an Touristen gerichtet ist. Fort Cochin war wirklich schön, mit lauter kleinen Schmuckläden und abends haben wir am Strand den Sonnenuntergang genossen und uns die chinesischen Fischernetze angeguckt. Am nächsten Tag haben wir uns noch in Mattancherry, im jüdischen Viertel, den Palast und die Synagoge angeguckt – beides nicht übermäßig beeindruckend, aber damit war wenigstens der kulturelle Teil unseres Aufenthalts in Kochi abgedeckt – und dann ging es auch schon weiter nach Alappuzha.
Eigentlich wollten wir dort Freunde unseres Direktors besuchen, die waren aber dann doch gar nicht zu Hause. Zunächst etwas genervt von der indischen Planung waren wir doch relativ schnell wieder versöhnt, als wir ein sehr schönes und relativ günstiges Hotel direkt am Strand gefunden haben. Nach einem kurzen Gang ins Meer haben wir uns noch sehr nett mit ein paar Deutschen unterhalten und haben es einfach genossen am Meer zu liegen.
Am nächsten Morgen mussten wir schon wieder umdisponieren, da die Fähre, die wir ursprünglich weiter nach Kollam nehmen wollten, momentan gar nicht fährt. In Kollam wollten wir eigentlich eine Tagestour auf den Backwaters machen, das haben wir dann einfach kurzerhand doch von Alapuzha aus gemacht. Wir haben uns also vier Stunden lang in einem Kanu durch die Gewässer schippern lassen. Eigentlich hätten wir auch gerne ein Hausboot genommen, die sind aber echt teuer und die kurze Tour war dann auch echt entspannend. Die Tour bildete aber auch schon wieder das Ende unseres Aufenthalts in Alapuzha und so ging es weiter nach Varkala. Dort hatten wir ursrpünglich nur einen Tag eingeplant, auf Grund der Planänderungen und weil es uns in Alapuzha wärmstens empholen wurde, haben wir dann aber doch für zwei Nächte ein Zimmer genommen – sehr gute Entscheidung. Varkala ist wirklich wunderschön, obwohl oder vielleicht auch gerade weil es eher touristisch ist. Ich muss gestehen, dass wir uns während unseres Urlaubs doch ein bisschen nach westlichen Ecken umgeschaut haben. In gewisser Hinsicht war es ein bisschen ein Urlaub vom indischen, denn so schön und faszinierend dieses Land auch ist, manchmal ist es einfach echt anstrengend.
In Varkala haben wir uns also eigentlich nur in der Touristenregion aufgehalten, die oben an ein paar „Klippen“ entlang liegt, von wo aus man über Treppen zum Meer gelangt. Dort entlang sind wir dann auch zu einem Tempel gegangen, der einzigen wirklich Sehenswürdigkeit in Varkala. Da wir aber keine Hindus sind, durften wir nicht rein und von außen sah es jetzt nicht gerade spektakulär aus. Dafür blieb uns umso mehr Zeit uns an den Strand zu legen und einfach nichts zu tun – irgendwie klingt das im nachhinein so, als hätten wir die ganze Zeit so gut wie gar nichts gemacht, zu der Zeit fanden wir es aber echt anstrengend, immerhin waren wir innerhalb von 6 Tagen in 5 verschiedenen Orten.
Am Freitag ging es morgens weiter nach Thiruvananthapuram, der Hauptstadt von Kerala. Dort hatten wir das erste mal Probleme, ein Hotelzimmer zu finden, und als wir endlich eins gefunden hatten, war das unser schlechtestes und teuerstes zugleich, aber ich schätze so ist das in Städten nunmal. In Thiruvananthapuram (oder auch Trivandrum) stand der Zoologische Garten auf dem Plan. Ähnlich wie der Mysore Zoo war der auch fast Dschungelartig angelegt, was ich wirklich schön finde, lange im Zoo ausgehalten haben wir es trotzdem nicht. Die Inder sind nämlich nicht gerade die freundlichsten Zoobesucher und irgendwann konnten wir uns das An-die-Scheiben-Klopfen und die vielen Rufe, der Tiger solle doch endlich mal was machen, nicht mehr anhören und sind dann – wer hätte es gedacht – in ein möglichst westliches Cafe geflüchtet.
Der nächste Morgen brachte dann schon unseren letzten Tag unserer Reise mit sich. Auf unserem Weg nach Kanyakumari, dem südlichsten Punkt Indiens, haben wir noch einen Zwischenstopp in Thuckalay eingelegt, um dort einen weiteren Palast zu besichtigen. Hier waren wir mal wieder ein wenig von der indischen Geschäftemacherei beeindruckt (man könnte auch genervt sagen), denn neben der Eintrittskarte kamen noch ein Ticket für die Kamera und ein Gebühr für das Aufbewahren von Schuhen und Rücksäcken dazu. Das wir kein Problem damit gehabt hätten die Rücksäcke mitzunehmen war natürlich egal. Naja, war trotzdem nett. In Kanyakumari haben wir uns dann noch ein paar Memorials angeguckt und dann war unsere Reise auch schon zu Ende, zumindest der angenehme Teil. Vor uns lag nämlich noch eine 13-stündige Zugfahrt nach Bangalore, die auf Grund mechanischer Probleme auf 16 Stunden verlängert wurde. Von Bangalore waren es dann noch weitere 3 Stunden nach Mysore, wo wir völlig k.o. aber immerhin pünktlich zum Abendessen ankamen.
*Ich brauche immer Ewigkeiten um so einen Blogeintrag hochzuladen weshalb unsere Reise jetzt schon wieder 6 Tage her ist und das Feriencamp bei Don Bosco auch schon längst begonnen hat, aber davon Berichte ich dann doch lieber wann anders sonst wird das hier gar nichts mehr.
During our preparation camp in Germany we were told to keep our blogs as
neutral as possible and that we shouldn’t let something look bad just because
we didn’t like it. So let’s just say the Desaraprocession was not the way we
expected it to be. Well, there were decorated elephants which looked pretty
cool and there were also some pretty good dancers… It also was a very big event
and we had come early so we would get some good spots to watch the procession
from. We actually had a lot of space for ourselves – in Indian measurements,
there would have fit at least ten more people – and the weather also was really
good… but let’s be honest, it wasn’t more than a slightly chaotic Carnival
show. I don’t think I will ever understand why people come from all over India
just to see this but oh well.
So that was it for Desara which meant it was time for our backpacking trip to Kerala. We took yet another nightbus on Sunday the 5th and arrived in Kochi after an 11 hour bus ride – maybe it wasn’t too bad after all that we had booked a more expensive but also much more comfortable bus due to a lack of availability of cheap ones. The bus only stopped in Ernakulam, one part of Kochi, from where we took a ferry to Fort Cochin, the touristic part of Kochi. Fort Cochin is really nice with one jewelry shop next to another one and in the evening we went to the beach to enjoy the sunset and have a look at the Chinese fisher nets. On Tuesday we went to Mattancherry, the “Jewish district” where we visited one synagogue and a palace – both not really overwhelming but at least we had worked off our list of cultural activities for Kochi – and then we already moved on to Alapuzha.
In Alapuzha we were meant to meet some friends of our principal’s but it turned out that they were out of town that day. First a little annoyed by Indian planning, we had no problem forgetting about that, when we found a pretty cheap and very nice hotel right next to the beach. We even went swimming in the ocean and then simply watched the sunset and relaxed.
On Wednesday we again had to change our plans because the ferry which we wanted to take to Kollam, isn’t going out these days. In Kollam we originally wanted to make a daytrip on the Backwaters but without the ferry we just did this, starting from Alapuzha. There are all kinds of offers for backwatertours but we settled for a four-hour-kanu-tour – which also included a “driver” so all we had to do was lay back and enjoy the beautiful landscape. With the end of the tour, also our stay in Alapuzha came to an end and we moved on to Varkala. Originally we only had planned to stay there for one day but due to all the plan changes and because we were told it is totally worth it, we booked a room for two nights – right decision. Varkala is really nice also despite the fact – or maybe even due to the fact that – it is pretty touristic. I have to admit that we kept our eyes open for western places during our trip because even though India is really nice and I like it a lot, it also sometimes gets really tiring and in some ways these holidays were a break from India for us.
So in Varkala we only stayed in the touristic region on top of some “cliffs” right next to the ocean which you can reach by several stairs. We went down there and took a walk to a Hindu temple, the only actual sight in Varkala. However, since we aren’t Hindus we weren’t allowed inside and it wasn’t quite as spectacular from the outside as the travelling guide had said. It was ok though because it meant more time for relaxing at the beach – it kind of sounds as if we didn’t do anything at all during these holidays but at the time it seemed like a lot and after all we visited 5 places in 6 days.
Anyways, on Friday we travelled to Thiruvananthapuram, the capital of Kerala. There it was the first time that we had trouble finding a hotel room and in the end it was the worst and at the same time the most expensive one we had during our entire trip but that might be because it’s a bigger city… oh well.
In Thiruvananthapuram (or Trivandrum) we had planned to go to the zoo. Similar to the Mysore zoo, it looks a little bit like a jungle which I really liked but still we couldn’t stay in the zoo for too long. We came to the conclusion that Indians aren’t the nicest zoo visitors and eventually we got tired of all the knocking-on-windows and shouting, telling the tiger to “do something” and we fled into a quiet – of course – western café.
With the next morning the last day of our trip had started. On our way to Kanyakumari, the most southern point of India, we made a quick stop in Thuckalay to visit another palace. At the palace we were shown once more that Indians can make a business out of anything because besides the ticket we also had to buy a ticket for the camera and we had to pay a fee so that they would store our shoes and an extra fee for our backpacks. The fact that we wouldn’t have had any problem carrying or backpacks along with us didn’t matter. Oh well, at least the palace was pretty nice.
In Kanyakumari we looked at several memorials and that was already the end of our journey – at least the enjoyable part. We still had a 13 hour bus ride to Bangalore in front of us which was stretched out to 16 hours due to some technical difficulties. Then there was another 3 hour train ride from Bangalore to Mysore where we arrived completely exhausted and tired but at least just in time for dinner.
*I always need a lot of time until I finally finish an article which is why it’s already been 6 days since we returned from our trip and the holiday camp in the orphanage already started but I will write about that another time.
So that was it for Desara which meant it was time for our backpacking trip to Kerala. We took yet another nightbus on Sunday the 5th and arrived in Kochi after an 11 hour bus ride – maybe it wasn’t too bad after all that we had booked a more expensive but also much more comfortable bus due to a lack of availability of cheap ones. The bus only stopped in Ernakulam, one part of Kochi, from where we took a ferry to Fort Cochin, the touristic part of Kochi. Fort Cochin is really nice with one jewelry shop next to another one and in the evening we went to the beach to enjoy the sunset and have a look at the Chinese fisher nets. On Tuesday we went to Mattancherry, the “Jewish district” where we visited one synagogue and a palace – both not really overwhelming but at least we had worked off our list of cultural activities for Kochi – and then we already moved on to Alapuzha.
In Alapuzha we were meant to meet some friends of our principal’s but it turned out that they were out of town that day. First a little annoyed by Indian planning, we had no problem forgetting about that, when we found a pretty cheap and very nice hotel right next to the beach. We even went swimming in the ocean and then simply watched the sunset and relaxed.
On Wednesday we again had to change our plans because the ferry which we wanted to take to Kollam, isn’t going out these days. In Kollam we originally wanted to make a daytrip on the Backwaters but without the ferry we just did this, starting from Alapuzha. There are all kinds of offers for backwatertours but we settled for a four-hour-kanu-tour – which also included a “driver” so all we had to do was lay back and enjoy the beautiful landscape. With the end of the tour, also our stay in Alapuzha came to an end and we moved on to Varkala. Originally we only had planned to stay there for one day but due to all the plan changes and because we were told it is totally worth it, we booked a room for two nights – right decision. Varkala is really nice also despite the fact – or maybe even due to the fact that – it is pretty touristic. I have to admit that we kept our eyes open for western places during our trip because even though India is really nice and I like it a lot, it also sometimes gets really tiring and in some ways these holidays were a break from India for us.
So in Varkala we only stayed in the touristic region on top of some “cliffs” right next to the ocean which you can reach by several stairs. We went down there and took a walk to a Hindu temple, the only actual sight in Varkala. However, since we aren’t Hindus we weren’t allowed inside and it wasn’t quite as spectacular from the outside as the travelling guide had said. It was ok though because it meant more time for relaxing at the beach – it kind of sounds as if we didn’t do anything at all during these holidays but at the time it seemed like a lot and after all we visited 5 places in 6 days.
Anyways, on Friday we travelled to Thiruvananthapuram, the capital of Kerala. There it was the first time that we had trouble finding a hotel room and in the end it was the worst and at the same time the most expensive one we had during our entire trip but that might be because it’s a bigger city… oh well.
In Thiruvananthapuram (or Trivandrum) we had planned to go to the zoo. Similar to the Mysore zoo, it looks a little bit like a jungle which I really liked but still we couldn’t stay in the zoo for too long. We came to the conclusion that Indians aren’t the nicest zoo visitors and eventually we got tired of all the knocking-on-windows and shouting, telling the tiger to “do something” and we fled into a quiet – of course – western café.
With the next morning the last day of our trip had started. On our way to Kanyakumari, the most southern point of India, we made a quick stop in Thuckalay to visit another palace. At the palace we were shown once more that Indians can make a business out of anything because besides the ticket we also had to buy a ticket for the camera and we had to pay a fee so that they would store our shoes and an extra fee for our backpacks. The fact that we wouldn’t have had any problem carrying or backpacks along with us didn’t matter. Oh well, at least the palace was pretty nice.
In Kanyakumari we looked at several memorials and that was already the end of our journey – at least the enjoyable part. We still had a 13 hour bus ride to Bangalore in front of us which was stretched out to 16 hours due to some technical difficulties. Then there was another 3 hour train ride from Bangalore to Mysore where we arrived completely exhausted and tired but at least just in time for dinner.
*I always need a lot of time until I finally finish an article which is why it’s already been 6 days since we returned from our trip and the holiday camp in the orphanage already started but I will write about that another time.
Donnerstag, 2. Oktober 2014
Bangalore and Jog Falls - and now holidays^^
Die Zugfahrt nach Bangalore hat ohne Probleme geklappt. Dort
angekommen war eigentlich nichts besonderes geplant. Wir sind spontan in die
National Gallery of modern arts gegangen und haben dort eine kleine Führung
mitgemacht. Die Ausstellung ist noch ziemlich neu und klein aber es war echt interessant,
weil es darum ging, wie indische Künstler versucht haben einen „indischen Stil“
zu finden und man hat sehr eindeutig die verschiedenen Einflüsse von zum
Beispiel England auf der einen Seite und dann der ostasiatische weiche Stil auf
der anderen gesehen. Wir konnten die Fürhrung leider nicht bis zum Ende
mitmachen, weil wir noch essen gehen wollten bevor wir abends mit ein paar
Freunden der Bangalore-Leute feiern gegangen sind. Das war nach so langer Zeit
echt mal wieder cool obwohl ich gegen Ende echt ko war angesichts der Tatsache,
dass ich um 5 Uhr morgens für den Zug nach Bangalore aufgestanden war.
Am Sonntag haben wirs dann doch eher langsam angehen lassen und sind nur ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Ich muss sagen, ich bin doch recht froh in Mysore und nicht in Bangalore zu sein. Denn im Vergleich zum eher traditionelleren Mysore ist Bangalore eigentlich eine westliche Großstadt allerdings mit dem indischen – recht niedrigen – Standard an Sauberkeit auf öffentlichen Straßen.
Zurück in Mysore erwartete mich der altbekannte, ereignislose Alltag mit Prep-time und Kannada Unterricht. Am Donnerstag sind wir dann aber tatsächlich mit unserem Direktor zum Kinderheim von Don Bosco gegangen, wo wir vom 16. bis zum 23. Oktober eine Art Feriencamp für die Kinder gestalten werden. Das war echt superschön. Die Atmosphäre war richtig angenehm, allein die Tatsache, dass sie ihre Einrichtung extra „home“ und nicht „orphanage“ nennen fanden wir total nett. Die Kinder haben sich auch sichtlich wohl gefühlt und Ava und ich wären am liebsten gleich dageblieben. Trotzdem wird es auch anstrengend sich um 40 Jungs und 25 Mädchen zu kümmern, aber freuen uns darauf, endlich was zu tun zu haben.
Letztes Wochenende sind wir mit anderen Freiwilligen nach Shimoga gefahren um von dort zu den Jog Falls zu gehen, angeblich die zweitgrößten Wasserfälle Indiens. Es war ein echt gutes Wochenende, aber auch echt anstrengend. Wir sind nämlich Freitag abend um 11 mit der günstigsten – und dementsprachend unbequemsten - Nachbusvariante losgefahren und sind um halb 5 am nächsten Morgen in Shimoga angekommen. Dort waren allerdings die meisten Hotels schon ausgebucht und es ist generell schwer für fünfzehn Leute ein Hotel zu finden. Nach einigem hin und her sind wir zwei Stunden weiter nach Sagar, richtung Jog Falls gefahren. Dort hat uns ein Hotel ein großes Zimmer gegeben mit 15 dicken Yogamatten, nicht übertrieben bequem aber immerhin praktisch und günstig.
Wir sind dann also zu den Jog Falls. Allerdings haben wir anscheinend doch die Hauptsaison verpasst, denn allzu groß waren sie jetzt nicht und die Treppe, die zum Fuß der Wasserfälle führte war leider gesperrt. Aber es war trotzdem ein sehr schöner Nachmittag.
Am Sonntag wussten wir erst nicht recht, was wir machen sollen, weil wir festellen mussten, dass es sonst nicht allzu viel dort zu tun gab. Wir sind dann in den nächsten Bus zurück nach Shimoga und haben sie gebeten uns einfach in irgendeinem netten Dorf auszusetzen. Dort haben wir uns an einem Feldweg unter einen Baum gesetzt und haben gepicknickt und sind ein bisschen durch Reisfelder gelaufen. Das war richtig cool. Allerdings sind dann immer mehr Leute aus dem Dorf gekommen und haben uns zugeguckt. Irgendwann hatten wir das Gefühl, dass das halbe Dorf um uns rum steht. Auf der einen Seite ist das manchmal echt anstrengend, wenn die einen tausend Fragen stellen und die anderen heimlich Photos machen auf der anderen Seite war es echt süß, wie die Frauen mit ihren Kindern in den Türen standen und uns zum Abschied gewunken haben. Alles in allem wars aber ein cooles Wochende von dem wir Montagmorgen halb tot zurückgekommen sind.
Am Dienstag hatten die Kinder hier ihren letzten Schultag und nachmittags wurden alle abgeholt. Morgen gehen dann auch noch die Lehrer und dann sind abgesehen von ein/zwei Köchen und ein paar Leuten aus dem Büro nur noch Ava und ich hier. Das wird echt seltsam, aber wir gehen dann ja auch reisen und am Samtag wollen wir uns die Hauptprozession des Desara Festivals angucken, für das Leute aus ganz Indien nach Mysore kommen. Im Vergleich zu unserer bisherigen Zeit hier werden wir jetzt also echt viel zu tun haben - wir verabschieden uns also schonmal von unserem täglichen Mittagsschlaf...^^
Am Sonntag haben wirs dann doch eher langsam angehen lassen und sind nur ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Ich muss sagen, ich bin doch recht froh in Mysore und nicht in Bangalore zu sein. Denn im Vergleich zum eher traditionelleren Mysore ist Bangalore eigentlich eine westliche Großstadt allerdings mit dem indischen – recht niedrigen – Standard an Sauberkeit auf öffentlichen Straßen.
Zurück in Mysore erwartete mich der altbekannte, ereignislose Alltag mit Prep-time und Kannada Unterricht. Am Donnerstag sind wir dann aber tatsächlich mit unserem Direktor zum Kinderheim von Don Bosco gegangen, wo wir vom 16. bis zum 23. Oktober eine Art Feriencamp für die Kinder gestalten werden. Das war echt superschön. Die Atmosphäre war richtig angenehm, allein die Tatsache, dass sie ihre Einrichtung extra „home“ und nicht „orphanage“ nennen fanden wir total nett. Die Kinder haben sich auch sichtlich wohl gefühlt und Ava und ich wären am liebsten gleich dageblieben. Trotzdem wird es auch anstrengend sich um 40 Jungs und 25 Mädchen zu kümmern, aber freuen uns darauf, endlich was zu tun zu haben.
Letztes Wochenende sind wir mit anderen Freiwilligen nach Shimoga gefahren um von dort zu den Jog Falls zu gehen, angeblich die zweitgrößten Wasserfälle Indiens. Es war ein echt gutes Wochenende, aber auch echt anstrengend. Wir sind nämlich Freitag abend um 11 mit der günstigsten – und dementsprachend unbequemsten - Nachbusvariante losgefahren und sind um halb 5 am nächsten Morgen in Shimoga angekommen. Dort waren allerdings die meisten Hotels schon ausgebucht und es ist generell schwer für fünfzehn Leute ein Hotel zu finden. Nach einigem hin und her sind wir zwei Stunden weiter nach Sagar, richtung Jog Falls gefahren. Dort hat uns ein Hotel ein großes Zimmer gegeben mit 15 dicken Yogamatten, nicht übertrieben bequem aber immerhin praktisch und günstig.
Wir sind dann also zu den Jog Falls. Allerdings haben wir anscheinend doch die Hauptsaison verpasst, denn allzu groß waren sie jetzt nicht und die Treppe, die zum Fuß der Wasserfälle führte war leider gesperrt. Aber es war trotzdem ein sehr schöner Nachmittag.
Am Sonntag wussten wir erst nicht recht, was wir machen sollen, weil wir festellen mussten, dass es sonst nicht allzu viel dort zu tun gab. Wir sind dann in den nächsten Bus zurück nach Shimoga und haben sie gebeten uns einfach in irgendeinem netten Dorf auszusetzen. Dort haben wir uns an einem Feldweg unter einen Baum gesetzt und haben gepicknickt und sind ein bisschen durch Reisfelder gelaufen. Das war richtig cool. Allerdings sind dann immer mehr Leute aus dem Dorf gekommen und haben uns zugeguckt. Irgendwann hatten wir das Gefühl, dass das halbe Dorf um uns rum steht. Auf der einen Seite ist das manchmal echt anstrengend, wenn die einen tausend Fragen stellen und die anderen heimlich Photos machen auf der anderen Seite war es echt süß, wie die Frauen mit ihren Kindern in den Türen standen und uns zum Abschied gewunken haben. Alles in allem wars aber ein cooles Wochende von dem wir Montagmorgen halb tot zurückgekommen sind.
Am Dienstag hatten die Kinder hier ihren letzten Schultag und nachmittags wurden alle abgeholt. Morgen gehen dann auch noch die Lehrer und dann sind abgesehen von ein/zwei Köchen und ein paar Leuten aus dem Büro nur noch Ava und ich hier. Das wird echt seltsam, aber wir gehen dann ja auch reisen und am Samtag wollen wir uns die Hauptprozession des Desara Festivals angucken, für das Leute aus ganz Indien nach Mysore kommen. Im Vergleich zu unserer bisherigen Zeit hier werden wir jetzt also echt viel zu tun haben - wir verabschieden uns also schonmal von unserem täglichen Mittagsschlaf...^^
The train
ride to Bangalore was no problem at all. However, we hadn’t really planned
anything so we spontaneously decided to go to the National Gallery of Modern
Arts. Even though the gallery is still pretty new and not that big, it was
quite interesting because it was about Indian artists trying to establish an “Indian
style of art” and you could see the different influences of for example Great
Britain on the one side and Eastern Asia on other side, changing throughout the
centuries. We even had a guided tour for free but we couldn’t stay till the end
because we wanted to go have dinner before we went to a party with some friends
of the volunteers, staying in Bangalore. It was a great evening but also a very
long day for me so on Sunday we slept in and then just walked through some
streets. I’m noticed how glad I am that I’m staying in Mysore and not in
Bangalore. Compared to the still pretty ethnic city Mysore with its fruit
market and all that kind of stuff, Bangalore is actually like a big Western
city, however with the Indian – fairly low – standard of cleanliness on public
streets.
Sunday night I returned to my unspectacular life in Mysore with Prep-time and Kannada class. However, on Thursday we went to Don Bosco, where we will do something like a holiday camp for the children starting October 16th till October 23rd. We really loved this place. The atmosphere was so nice and enjoyable and we like the fact that they call it a home and not an orphanage. The kids also seemed to like it there and Ava and I would have stayed there right away. Of course it will be challenging, taking care of 40 boys and 25 girls but we are looking forward to finally having something to do.
Last weekend we went to Shimoga with some other volunteers because we wanted to go see the Jog Falls, which are the second biggest waterfalls in India. It was a great weekend but also very exhausting because we took the cheapest night bus we could find on Friday night at 11 o’clock and we arrived in Shimoga at 5 o’clock in the morning. In Shimoga however we could find any hotels that still had a room free – especially not for fifteen people and so we decided to go to Sagar, a city two hours away from Shimoga on the way to the Jog Falls. There we actually found a hotel that arranged a big room for us that we covered in fifteen thick yoga mats – not too comfortable but at least practical and cheap. From there we went to the Jog Falls where we had to accept that we missed the main season. The falls weren’t quite as big as they could have been and also we weren’t allowed to go downstairs to the bottom of the falls but it was still a very nice view.
On Sunday we first didn’t really know what to do because we noticed that there weren’t many things to do in the closer surrounding but we eventually decided to take a bus back to Shimoga and we told the driver to just drop us off at any nice village on the way. From there we walked into the fields, had a picnic and walked through the rice fields, which was really nice. However, the longer we sat there, the more people from the village came and I swear at some point at least half of the village’s population was standing around us, watching us having our picnic.
On the one hand sometimes it’s really exhausting when one half is asking thousands of questions and the other half is secretly taking pictures of us but on the other hand it was also very cute when the women stood in the doorways together with their children, waving goodbye when we left. All in all it was a very nice weekend from which we returned on Monday morning completely exhausted.
On Tuesday the kids had their last day of school and they were all picked up in the afternoon. Tomorrow also the teachers will leave and then it will be only some people from the kitchen and the office and Ava and I who will be here. That’s going to be very strange but at least on Saturday we will go see the main procession of the Desara Festival for which people from all over India come to Mysore and then we will go travel and we will have the holiday camp. So compared to the time we have spend here so far, we will have a lot going on - we are already saying goodbye to our daily nap…^^
Sunday night I returned to my unspectacular life in Mysore with Prep-time and Kannada class. However, on Thursday we went to Don Bosco, where we will do something like a holiday camp for the children starting October 16th till October 23rd. We really loved this place. The atmosphere was so nice and enjoyable and we like the fact that they call it a home and not an orphanage. The kids also seemed to like it there and Ava and I would have stayed there right away. Of course it will be challenging, taking care of 40 boys and 25 girls but we are looking forward to finally having something to do.
Last weekend we went to Shimoga with some other volunteers because we wanted to go see the Jog Falls, which are the second biggest waterfalls in India. It was a great weekend but also very exhausting because we took the cheapest night bus we could find on Friday night at 11 o’clock and we arrived in Shimoga at 5 o’clock in the morning. In Shimoga however we could find any hotels that still had a room free – especially not for fifteen people and so we decided to go to Sagar, a city two hours away from Shimoga on the way to the Jog Falls. There we actually found a hotel that arranged a big room for us that we covered in fifteen thick yoga mats – not too comfortable but at least practical and cheap. From there we went to the Jog Falls where we had to accept that we missed the main season. The falls weren’t quite as big as they could have been and also we weren’t allowed to go downstairs to the bottom of the falls but it was still a very nice view.
On Sunday we first didn’t really know what to do because we noticed that there weren’t many things to do in the closer surrounding but we eventually decided to take a bus back to Shimoga and we told the driver to just drop us off at any nice village on the way. From there we walked into the fields, had a picnic and walked through the rice fields, which was really nice. However, the longer we sat there, the more people from the village came and I swear at some point at least half of the village’s population was standing around us, watching us having our picnic.
On the one hand sometimes it’s really exhausting when one half is asking thousands of questions and the other half is secretly taking pictures of us but on the other hand it was also very cute when the women stood in the doorways together with their children, waving goodbye when we left. All in all it was a very nice weekend from which we returned on Monday morning completely exhausted.
On Tuesday the kids had their last day of school and they were all picked up in the afternoon. Tomorrow also the teachers will leave and then it will be only some people from the kitchen and the office and Ava and I who will be here. That’s going to be very strange but at least on Saturday we will go see the main procession of the Desara Festival for which people from all over India come to Mysore and then we will go travel and we will have the holiday camp. So compared to the time we have spend here so far, we will have a lot going on - we are already saying goodbye to our daily nap…^^
Mittwoch, 24. September 2014
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