Mysore Market

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Sonntag, 19. Oktober 2014

Desara holidays

Auf unserem Vorbereitungsseminar für unser FSJ wurde uns gesagt, dass wir auf Blogs und ähnlichem immer möglichst neutral schreiben sollten und nie etwas schlecht reden sollen, nur weil wir es einfach nicht so toll fanden. Deswegen sagen wir einfach mal die Desaraprozession war nicht das, was wir erwartet hatten. Also es waren geschmückte Elefanten dabei und die sahen echt cool aus und da waren auch ein paar echt gute Tänzer... Es waren auch echt viele Leute da und wir waren extra früh gekommen um noch gute Plätze zu bekommen. Wir hatten dann auch echt viel Platz – in indischen Dimensionen hätten noch mindestens 10 Leute in die Mitte unseres Kreises gepasst – und das Wetter war auch super... aber sind wir mal ehrlich es war einfach ein leicht chaotischer Karnevalsumzug. Warum dafür Menschen aus dem ganzen Land angereist kommen, ist uns allen nicht ganz klar geworden, aber gut.
Desara war damit abgehakt und das hieß, dass es Zeit für unseren Backpackingtrip nach Kerala war. Am Abend des 5. Oktobers haben wir uns also mit einem Nachtbus auf den Weg nach Kochi gemacht. Nach einer ca. 11 stündigen Fahrt sind wir am nächsten morgen im Stadtteil Ernakulam angekommen – gar nicht mal so k.o., da wir nach ein paar Missverständnissen ziemlich kurzfristig nur noch Tickets für einen etwas teureren und dafür deutlich bequemeren Bus bekommen hatten. Von Ernakulam ging es dann mit der Fähre weiter nach Fort Cochin, das deutlich mehr an Touristen gerichtet ist. Fort Cochin war wirklich schön, mit lauter kleinen Schmuckläden und abends haben wir am Strand den Sonnenuntergang genossen und uns die chinesischen Fischernetze angeguckt. Am nächsten Tag haben wir uns noch in Mattancherry, im jüdischen Viertel, den Palast und die Synagoge angeguckt – beides nicht übermäßig beeindruckend, aber damit war wenigstens der kulturelle Teil unseres Aufenthalts in Kochi abgedeckt – und dann ging es auch schon weiter nach Alappuzha.
Eigentlich wollten wir dort Freunde unseres Direktors besuchen, die waren aber dann doch gar nicht zu Hause. Zunächst etwas genervt von der indischen Planung waren wir doch relativ schnell wieder versöhnt, als wir ein sehr schönes und relativ günstiges Hotel direkt am Strand gefunden haben. Nach einem kurzen Gang ins Meer haben wir uns noch sehr nett mit ein paar Deutschen unterhalten und haben es einfach genossen am Meer zu liegen.
Am nächsten Morgen mussten wir schon wieder umdisponieren, da die Fähre, die wir ursprünglich weiter nach Kollam nehmen wollten, momentan gar nicht fährt. In Kollam wollten wir eigentlich eine Tagestour auf den Backwaters machen, das haben wir dann einfach kurzerhand doch von Alapuzha aus gemacht. Wir haben uns also vier Stunden lang in einem Kanu durch die Gewässer schippern lassen. Eigentlich hätten wir auch gerne ein Hausboot genommen, die sind aber echt teuer und die kurze Tour war dann auch echt entspannend. Die Tour bildete aber auch schon wieder das Ende unseres Aufenthalts in Alapuzha und so ging es weiter nach Varkala. Dort hatten wir ursrpünglich nur einen Tag eingeplant, auf Grund der Planänderungen und weil es uns in Alapuzha wärmstens empholen wurde, haben wir dann aber doch für zwei Nächte ein Zimmer genommen – sehr gute Entscheidung. Varkala ist wirklich wunderschön, obwohl oder vielleicht auch gerade weil es eher touristisch ist. Ich muss gestehen, dass wir uns während unseres Urlaubs doch ein bisschen nach westlichen Ecken umgeschaut haben. In gewisser Hinsicht war es ein bisschen ein Urlaub vom indischen, denn so schön und faszinierend dieses Land auch ist, manchmal ist es einfach echt anstrengend.
In Varkala haben wir uns also eigentlich nur in der Touristenregion aufgehalten, die oben an ein paar „Klippen“ entlang liegt, von wo aus man über Treppen zum Meer gelangt. Dort entlang sind wir dann auch zu einem Tempel gegangen, der einzigen wirklich Sehenswürdigkeit in Varkala. Da wir aber keine Hindus sind, durften wir nicht rein und von außen sah es jetzt nicht gerade spektakulär aus. Dafür blieb uns umso mehr Zeit uns an den Strand zu legen und einfach nichts zu tun – irgendwie klingt das im nachhinein so, als hätten wir die ganze Zeit so gut wie gar nichts gemacht, zu der Zeit fanden wir es aber echt anstrengend, immerhin waren wir innerhalb von 6 Tagen in 5 verschiedenen Orten.
Am Freitag ging es morgens weiter nach Thiruvananthapuram, der Hauptstadt von Kerala. Dort hatten wir das erste mal Probleme, ein Hotelzimmer zu finden, und als wir endlich eins gefunden hatten, war das unser schlechtestes und teuerstes zugleich, aber ich schätze so ist das in Städten nunmal. In Thiruvananthapuram (oder auch Trivandrum) stand der Zoologische Garten auf dem Plan. Ähnlich wie der Mysore Zoo war der auch fast Dschungelartig angelegt, was ich wirklich schön finde, lange im Zoo ausgehalten haben wir es trotzdem nicht. Die Inder sind nämlich nicht gerade die freundlichsten Zoobesucher und irgendwann konnten wir uns das An-die-Scheiben-Klopfen und die vielen Rufe, der Tiger solle doch endlich mal was machen, nicht mehr anhören und sind dann – wer hätte es gedacht – in ein möglichst westliches Cafe geflüchtet.
Der nächste Morgen brachte dann schon unseren letzten Tag unserer Reise mit sich. Auf unserem Weg nach Kanyakumari, dem südlichsten Punkt Indiens, haben wir noch einen Zwischenstopp in Thuckalay eingelegt, um dort einen weiteren Palast zu besichtigen. Hier waren wir mal wieder ein wenig von der indischen Geschäftemacherei beeindruckt (man könnte auch genervt sagen), denn neben der Eintrittskarte kamen noch ein Ticket für die Kamera und ein Gebühr für das Aufbewahren von Schuhen und Rücksäcken dazu. Das wir kein Problem damit gehabt hätten die Rücksäcke mitzunehmen war natürlich egal. Naja, war trotzdem nett. In Kanyakumari haben wir uns dann noch ein paar Memorials angeguckt und dann war unsere Reise auch schon zu Ende, zumindest der angenehme Teil. Vor uns lag nämlich noch eine 13-stündige Zugfahrt nach Bangalore, die auf Grund mechanischer Probleme auf 16 Stunden verlängert wurde. Von Bangalore waren es dann noch weitere 3 Stunden nach Mysore, wo wir völlig k.o. aber immerhin pünktlich zum Abendessen ankamen.
*Ich brauche immer Ewigkeiten um so einen Blogeintrag hochzuladen weshalb unsere Reise jetzt schon wieder 6 Tage her ist und das Feriencamp bei Don Bosco auch schon längst begonnen hat, aber davon Berichte ich dann doch lieber wann anders sonst wird das hier gar nichts mehr.

During our preparation camp in Germany we were told to keep our blogs as neutral as possible and that we shouldn’t let something look bad just because we didn’t like it. So let’s just say the Desaraprocession was not the way we expected it to be. Well, there were decorated elephants which looked pretty cool and there were also some pretty good dancers… It also was a very big event and we had come early so we would get some good spots to watch the procession from. We actually had a lot of space for ourselves – in Indian measurements, there would have fit at least ten more people – and the weather also was really good… but let’s be honest, it wasn’t more than a slightly chaotic Carnival show. I don’t think I will ever understand why people come from all over India just to see this but oh well.
So that was it for Desara which meant it was time for our backpacking trip to Kerala. We took yet another nightbus on Sunday the 5th and arrived in Kochi after an 11 hour bus ride – maybe it wasn’t too bad after all that we had booked a more expensive but also much more comfortable bus due to a lack of availability of cheap ones. The bus only stopped in Ernakulam, one part of Kochi, from where we took a ferry to Fort Cochin, the touristic part of Kochi. Fort Cochin is really nice with one jewelry shop next to another one and in the evening we went to the beach to enjoy the sunset and have a look at the Chinese fisher nets. On Tuesday we went to Mattancherry, the “Jewish district” where we visited one synagogue and a palace – both not really overwhelming but at least we had worked off our list of cultural activities for Kochi – and then we already moved on to Alapuzha.
In Alapuzha we were meant to meet some friends of our principal’s but it turned out that they were out of town that day. First a little annoyed by Indian planning, we had no problem forgetting about that, when we found a pretty cheap and very nice hotel right next to the beach. We even went swimming in the ocean and then simply watched the sunset and relaxed.
On Wednesday we again had to change our plans because the ferry which we wanted to take to Kollam, isn’t going out these days. In Kollam we originally wanted to make a daytrip on the Backwaters but without the ferry we just did this, starting from Alapuzha. There are all kinds of offers for backwatertours but we settled for a four-hour-kanu-tour – which also included a “driver” so all we had to do was lay back and enjoy the beautiful landscape. With the end of the tour, also our stay in Alapuzha came to an end and we moved on to Varkala. Originally we only had planned to stay there for one day but due to all the plan changes and because we were told it is totally worth it, we booked a room for two nights – right decision. Varkala is really nice also despite the fact – or maybe even due to the fact that – it is pretty touristic. I have to admit that we kept our eyes open for western places during our trip because even though India is really nice and I like it a lot, it also sometimes gets really tiring and in some ways these holidays were a break from India for us.
So in Varkala we only stayed in the touristic region on top of some “cliffs” right next to the ocean which you can reach by several stairs. We went down there and took a walk to a Hindu temple, the only actual sight in Varkala. However, since we aren’t Hindus we weren’t allowed inside and it wasn’t quite as spectacular from the outside as the travelling guide had said. It was ok though because it meant more time for relaxing at the beach – it kind of sounds as if we didn’t do anything at all during these holidays but at the time it seemed like a lot and after all we visited 5 places in 6 days.
Anyways, on Friday we travelled to Thiruvananthapuram, the capital of Kerala. There it was the first time that we had trouble finding a hotel room and in the end it was the worst and at the same time the most expensive one we had during our entire trip but that might be because it’s a bigger city… oh well.
In Thiruvananthapuram (or Trivandrum) we had planned to go to the zoo. Similar to the Mysore zoo, it looks a little bit like a jungle which I really liked but still we couldn’t stay in the zoo for too long. We came to the conclusion that Indians aren’t the nicest zoo visitors and eventually we got tired of all the knocking-on-windows and shouting, telling the tiger to “do something” and we fled into a quiet – of course – western café.
With the next morning the last day of our trip had started. On our way to Kanyakumari, the most southern point of India, we made a quick stop in Thuckalay to visit another palace. At the palace we were shown once more that Indians can make a business out of anything because besides the ticket we also had to buy a ticket for the camera and we had to pay a fee so that they would store our shoes and an extra fee for our backpacks. The fact that we wouldn’t have had any problem carrying or backpacks along with us didn’t matter. Oh well, at least the palace was pretty nice.
In Kanyakumari we looked at several memorials and that was already the end of our journey – at least the enjoyable part. We still had a 13 hour bus ride to Bangalore in front of us which was stretched out to 16 hours due to some technical difficulties. Then there was another 3 hour train ride from Bangalore to Mysore where we arrived completely exhausted and tired but at least just in time for dinner.
*I always need a lot of time until I finally finish an article which is why it’s already been 6 days since we returned from our trip and the holiday camp in the orphanage already started but I will write about that another time.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Bangalore and Jog Falls - and now holidays^^

Die Zugfahrt nach Bangalore hat ohne Probleme geklappt. Dort angekommen war eigentlich nichts besonderes geplant. Wir sind spontan in die National Gallery of modern arts gegangen und haben dort eine kleine Führung mitgemacht. Die Ausstellung ist noch ziemlich neu und klein aber es war echt interessant, weil es darum ging, wie indische Künstler versucht haben einen „indischen Stil“ zu finden und man hat sehr eindeutig die verschiedenen Einflüsse von zum Beispiel England auf der einen Seite und dann der ostasiatische weiche Stil auf der anderen gesehen. Wir konnten die Fürhrung leider nicht bis zum Ende mitmachen, weil wir noch essen gehen wollten bevor wir abends mit ein paar Freunden der Bangalore-Leute feiern gegangen sind. Das war nach so langer Zeit echt mal wieder cool obwohl ich gegen Ende echt ko war angesichts der Tatsache, dass ich um 5 Uhr morgens für den Zug nach Bangalore aufgestanden war.
Am Sonntag haben wirs dann doch eher langsam angehen lassen und sind nur ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Ich muss sagen, ich bin doch recht froh in Mysore und nicht in Bangalore zu sein. Denn im Vergleich zum eher traditionelleren Mysore ist Bangalore eigentlich eine westliche Großstadt allerdings mit dem indischen – recht niedrigen – Standard an Sauberkeit auf öffentlichen Straßen.
Zurück in Mysore erwartete mich der altbekannte, ereignislose Alltag mit Prep-time und Kannada Unterricht. Am Donnerstag sind wir dann aber tatsächlich mit unserem Direktor zum Kinderheim von Don Bosco gegangen, wo wir vom 16. bis zum 23. Oktober eine Art Feriencamp für die Kinder gestalten werden. Das war echt superschön. Die Atmosphäre war richtig angenehm, allein die Tatsache, dass sie ihre Einrichtung extra „home“ und nicht „orphanage“ nennen fanden wir total nett. Die Kinder haben sich auch sichtlich wohl gefühlt und Ava und ich wären am liebsten gleich dageblieben. Trotzdem wird es auch anstrengend sich um 40 Jungs und 25 Mädchen zu kümmern, aber freuen uns darauf, endlich was zu tun zu haben.
Letztes Wochenende sind wir mit anderen Freiwilligen nach Shimoga gefahren um von dort zu den Jog Falls zu gehen, angeblich die zweitgrößten Wasserfälle Indiens. Es war ein echt gutes Wochenende, aber auch echt anstrengend. Wir sind nämlich Freitag abend um 11 mit der günstigsten – und dementsprachend unbequemsten -  Nachbusvariante losgefahren und sind um halb 5 am nächsten Morgen in Shimoga angekommen. Dort waren allerdings die meisten Hotels schon ausgebucht und es ist generell schwer für fünfzehn Leute ein Hotel zu finden. Nach einigem hin und her sind wir zwei Stunden weiter nach Sagar, richtung Jog Falls gefahren. Dort hat uns ein Hotel ein großes Zimmer gegeben mit 15 dicken Yogamatten, nicht übertrieben bequem aber immerhin praktisch und günstig.
Wir sind dann also zu den Jog Falls. Allerdings haben wir anscheinend doch die Hauptsaison verpasst, denn allzu groß waren sie jetzt nicht und die Treppe, die zum Fuß der Wasserfälle führte war leider gesperrt. Aber es war trotzdem ein sehr schöner Nachmittag.
Am Sonntag wussten wir erst nicht recht, was wir machen sollen, weil wir festellen mussten, dass es sonst nicht allzu viel dort zu tun gab. Wir sind dann in den nächsten Bus zurück nach Shimoga und haben sie gebeten uns einfach in irgendeinem netten Dorf auszusetzen. Dort haben wir uns an einem Feldweg unter einen Baum gesetzt und haben gepicknickt und sind ein bisschen durch Reisfelder gelaufen. Das war richtig cool. Allerdings sind dann immer mehr Leute aus dem Dorf gekommen und haben uns zugeguckt. Irgendwann hatten wir das Gefühl, dass das halbe Dorf um uns rum steht. Auf der einen Seite ist das manchmal echt anstrengend, wenn die einen tausend Fragen stellen und die anderen heimlich Photos machen auf der anderen Seite war es echt süß, wie die Frauen mit ihren Kindern in den Türen standen und uns zum Abschied gewunken haben. Alles in allem wars aber ein cooles Wochende von dem wir Montagmorgen halb tot zurückgekommen sind.
Am Dienstag hatten die Kinder hier ihren letzten Schultag und nachmittags wurden alle abgeholt. Morgen gehen dann auch noch die Lehrer und dann sind abgesehen von ein/zwei Köchen und ein paar Leuten aus dem Büro nur noch Ava und ich hier. Das wird echt seltsam, aber wir gehen dann ja auch reisen und am Samtag wollen wir uns die Hauptprozession des Desara Festivals angucken, für das Leute aus ganz Indien nach Mysore kommen. Im Vergleich zu unserer bisherigen Zeit hier werden wir jetzt also echt viel zu tun haben - wir verabschieden uns also schonmal von unserem täglichen Mittagsschlaf...^^



The train ride to Bangalore was no problem at all. However, we hadn’t really planned anything so we spontaneously decided to go to the National Gallery of Modern Arts. Even though the gallery is still pretty new and not that big, it was quite interesting because it was about Indian artists trying to establish an “Indian style of art” and you could see the different influences of for example Great Britain on the one side and Eastern Asia on other side, changing throughout the centuries. We even had a guided tour for free but we couldn’t stay till the end because we wanted to go have dinner before we went to a party with some friends of the volunteers, staying in Bangalore. It was a great evening but also a very long day for me so on Sunday we slept in and then just walked through some streets. I’m noticed how glad I am that I’m staying in Mysore and not in Bangalore. Compared to the still pretty ethnic city Mysore with its fruit market and all that kind of stuff, Bangalore is actually like a big Western city, however with the Indian – fairly low – standard of cleanliness on public streets.
Sunday night I returned to my unspectacular life in Mysore with Prep-time and Kannada class. However, on Thursday we went to Don Bosco, where we will do something like a holiday camp for the children starting October 16th till October 23rd. We really loved this place. The atmosphere was so nice and enjoyable and we like the fact that they call it a home and not an orphanage. The kids also seemed to like it there and Ava and I would have stayed there right away. Of course it will be challenging, taking care of 40 boys and 25 girls but we are looking forward to finally having something to do.
Last weekend we went to Shimoga with some other volunteers because we wanted to go see the Jog Falls, which are the second biggest waterfalls in India. It was a great weekend but also very exhausting because we took the cheapest night bus we could find on Friday night at 11 o’clock and we arrived in Shimoga at 5 o’clock in the morning. In Shimoga however we could find any hotels that still had a room free – especially not for fifteen people and so we decided to go to Sagar, a city two hours away from Shimoga on the way to the Jog Falls. There we actually found a hotel that arranged a big room for us that we covered in fifteen thick yoga mats – not too comfortable but at least practical and cheap. From there we went to the Jog Falls where we had to accept that we missed the main season. The falls weren’t quite as big as they could have been and also we weren’t allowed to go downstairs to the bottom of the falls but it was still a very nice view.
On Sunday we first didn’t really know what to do because we noticed that there weren’t many things to do in the closer surrounding but we eventually decided to take a bus back to Shimoga and we told the driver to just drop us off at any nice village on the way. From there we walked into the fields, had a picnic and walked through the rice fields, which was really nice. However, the longer we sat there, the more people from the village came and I swear at some point at least half of the village’s population was standing around us, watching us having our picnic.
On the one hand sometimes it’s really exhausting when one half is asking thousands of questions and the other half is secretly taking pictures of us but on the other hand it was also very cute when the women stood in the doorways together with their children, waving goodbye when we left. All in all it was a very nice weekend from which we returned on Monday morning completely exhausted.
On Tuesday the kids had their last day of school and they were all picked up in the afternoon. Tomorrow also the teachers will leave and then it will be only some people from the kitchen and the office and Ava and I who will be here. That’s going to be very strange but at least on Saturday we will go see the main procession of the Desara Festival for which people from all over India come to Mysore and then we will go travel and we will have the holiday camp. So compared to the time we have spend here so far, we will have a lot going on - we are already saying goodbye to our daily nap…^^

Mittwoch, 24. September 2014

Chamundi Hill und so

Es gibt Menschen die an jede Stufe dieses
Pulver machen
*So ziemlich jeder Kiosk hier


 








Freitag, 19. September 2014

Der erste Monat - eine Bilanz

Jetzt sind schon fast zwei Wochen seit meinem letzten Blogeintrag vergangen und wirklich viel zu erzählen gibt es immer noch nicht. Wir machen immer noch die Prep-time morgens und abends – die letzten Tage jetzt die Fünft- und Sechstklässler, weil die uns unbedingt wollten – und ansonsten hören wir uns ab und zu ein Paar Unterrichtsstunden an, lernen Kannada und versuchen uns die Zeit zu vertreiben. Immerhin hat letzte Woche Montag endlich der Kannadaunterricht für alle ICDE-Freiwilligen angefangen und so lassen wir uns jetzt dreimal die Woche eine Stunde lang irgendwelche Sätze und Laute in Kannada an den Kopf werfen und wackeln dabei schön mit demselbigen. So wirklich überzeugt uns diese Vorgesprochen-und-nachgeplappert-Methode (die hier leider Gang und Gebe zu sein scheint) noch nicht, aber es ist trotzdem gut einen Grund zu haben, raus zu gehen.
*Es scheint wohl doch noch nicht alles verloren zu sein. Die letzte Unterrichtsstunde war nach der Äußerung unserer Zweifel schon deutlich besser...
Mit dem raus gehen werden die hier zum Glück langsam generell lockerer, fürs alleine reisen müssen wir aber wohl noch etwas Überzeugungsarbeit leisten und das möglichst bald. Wir haben nämlich am Freitag mit dem Leiter des Kinderheims geredet, das wir im Oktober besuchen sollen. Da haben die Kinder eigentlich auch vom 3. bis 23. Oktober Ferien und gehen „nach Hause“. Da es sich aber um Halb- und Vollwaisen sind, gibt es oft gar kein richtiges zu Hause und die Kinder sind froh, wenn sie wieder ins Heim dürfen. Deswegen einigen sie sich gerade darauf, die Ferien auf zehn Tage zu verkürzen. Die restlichen zehn, vom 13. bis 23., sollen wir dann einfach so etwas wie ein Feriencamp gestalten.
Für uns sind das gleich zwei gute Nachrichten in einem, denn wenn es so läuft wie geplant, hätten wir am Ende vom Oktober sowohl etwas Sinnvolles geleistet, als auch etwas mehr von Indien gesehen. Das wären dann nämlich eigentlich genau die zwei Dinge, für die ich nach Indien gekommen bin. Vielleicht würde dann auch das Gefühl der Nutzlosigkeit und Überflüssigkeit verschwinden.
Wir haben uns jetzt aber schonmal gesagt, dass wir unsere freie Zeit hier tagsüber wenigstens dazu nutzen, die Umgebung Mysores zu erkunden und so waren wir am Samstag mit ein paar anderen Freiwilligen auf dem Chamundi Hill. Das ist ein Tempel oben auf einem Berg, den man entweder per Bus oder über 1000+ Stufen erreichen kann. Sportlich wie wir sind, haben wir uns für letztere Variante entschieden. Es war zugegebenermaßen  anstrengend bei einer Temperatur von ca. 28°C und einer großen Vielfältigkeit an Stufenhöhen, die von 2 bis 35 cm reichte, aber der Aufstieg hat sich gelohnt - nicht unbedingt für den Tempel oder die touristisch angehauchten Stände auf dem Plateau, sondern viel mehr für einen Aussichtspunkt kurz vor der Plattform, der aus mehreren Felsen bestand, von denen man einen Großteil Mysores betrachten konnte. Dieser wurde auch kurzer Hand als passender Ort für unserer Mittagspause auserkohren – frisches Obst auf einem Felsen in der Sonne liegend essen, nachdem man gerade 1000 Stufen erklommen hat, ist hiermit in die Liste meiner Lieblingsbeschäftigungen aufgenommen worden.
Am Sonntag hatten wir dann endlich mal den ersten Niederschlag den man als Monsunregen bezeichnen könnte. Das war echt schön aber damit ging das Wochenende eigentlich auch schon wieder zu Ende.
Nach drei recht ereignislosen Tagen sind Ava und ich gestern wieder in die Stadt um unser Einmonatiges im Projekt zu feiern. Nur morgens und abends etwas zu tun haben hat auch durchaus seine Vorteile und so sind wir am späten Morgen erstmal richtig schön brunchen gegangen, auf einer Dachterasse eines sonst recht unscheinbaren Restaurants. Ein Stock über dem Gedränge der Straßen haben wir dann unseren ersten schwarzen Kaffee seit Langem genossen und den Rest des Tages haben wir mit shoppen und essen verbacht. Alles in allem ein echt guter Tag.
Wieder im Projekt angekommen kam aber trotzdem wieder Gedanke, warum ich das hier eigentlich mache, warum ich hierfür ein ganzes Jahr „opfere“. Ich hoffe wir kriegen im November endlich eine gescheite Aufgabe, weil ich wirklich verzweifelt nach einer Rechtfertigung suche, die vor allem mich selbst zufrieden stellen soll. Es war immerhin eine Erleichterung von anderen zu hören, dass sie auch nicht viel mehr machen. Ich werde dem Ganzen wohl noch etwas Zeit geben müssen. Morgen gehe ich jetzt erstmal ein paar andere Freiwillige in Bangalore besuchen. Meine erste Zugfahrt in Indien, ich hoffe es klappt alles.... :D

Almost two weeks since my last entry and yet there is not much to tell. We are still helping during Prep-time in the morning and in the evening – now often 5th and 6th standard because they wouldn’t stop asking if we could take them – and besides that we sometimes listen to some classes, study Kannada and waste time with anything we can come up with. At least the Kannada class, for all ICDE volunteers, started last Monday. So now, three times a week, we get some sentences and sounds in Kannada thrown at our heads and respond with some amateur Indian headshaking. As you can tell we are not quite convinced by the Indian way of teaching which we have got to know but it’s still good having a reason to go out some more.
*Actually the class might not be a lost case after all. At least our last session was quite good after we had discreetly mentioned our concerns.
The going-out-part has also become much easier however we still have to do some more convincing on the travelling part especially now that our first holidays might not be too far. We had a talk with the director of the orphanage we are supposed to visit during October. It appears that these kids are supposed to go “home” from October 3rd till October 23rd. However, since they are full and semi orphans they don’t really have a home and they are always glad when they can come back to the orphanage. So now they decided to shorten their holidays till October 13th and for the other ten days we are supposed to organize something like a holiday camp for them.
If everything goes as planned this would be really good news because it would mean that by the end of October we finally would have done something useful and we would also have seen some more of the country and those are basically the two reasons why I’m here. Maybe then I won’t feel as useless anymore.
Until then Ava and I decided to use our free time for exploring our closest surrounding and so, last Saturday, we joined some other volunteers who had planned to visit Chamundi Hill. It’s a temple on top of a hill which you can either reach by bus or by climbing 1000+ steps. We chose the second possibility which was a lot of fun but also quite tiring. A temperature of roughly 28°C and a variety of step heights ranging from 2 to 35 cm didn’t really help but it was definitely worth it – not that much for the temple on top of the hill and the touristic market but rather for the viewing point shortly before that. It simply consisted of some bigger rocks next to the steps but it was really nice sitting in the sun, eating fresh fruits from the market and having an awesome view over a big part of Mysore.
On Sunday we had the first rain which you might call monsoon – not quite mind shattering but very nice but also already brings the weekend to an end.
Yesterday, after three pretty unspectacular days, Ava and I went to the city again to celebrate our one month anniversary in our project. Only having to work in the morning and in the evening definitely has its advantages and so we had a nice brunch on the roof garden of a nice little restaurant and one story over the busy streets we really enjoyed our first black coffee here.
We spend the rest of the day shopping and eating and all in all it was a very nice day.
Back at the project however, I started thinking again, why I’m doing this after all, why I spend an entire year here. I hope we will get something useful to do by November because I really need a reason for myself. At least it gave some condolence, talking to some other volunteers who apparently aren’t doing much more than we are so I guess I will just have to give it some time.
Tomorrow I will visit some volunteers in Bangalore. My first train ride in India, we will see how that goes… :D


Samstag, 6. September 2014

Glücklich

Ich hab zwar schon heute morgen was gepostet aber ich bin grad so glücklich, das wollte ich gerne mit euch teilen. Ava und ich durften heute tatsächlich alleine in die Stadt!! Wir haben uns dann erstmal ne Pizza und Pommes gegönnt. Das indische Essen hier an der Schule ist zwar echt lecker aber wir hatten beide auch mal wieder Lust auf Fast Food.
Danach wollten wir nur kurz in einen Laden für Saris gucken - und haben uns prompt welche gekauft. Da kam leider gleich mal wieder ein Flop, weil uns eigentlich gesagt wurde, dass die passenden Oberteile zu den Stoffen noch heute genäht und abgeholt werden können. Da aber in der ganzen Stadt Stromausfall ist können wir es jetzt doch erst ab Montag abholen, aber naja.
Nachdem wir uns noch einige indische Snacks gekauft haben - mit dem Abnehmen wird das wohl doch nichts - sind wir wieder zu Adil & Azam. Dort haben wir dann noch Ben, einen anderen Freiwilligen aus Deutschland getroffen. Das war echt schön. Ich liebe diesen Stand jetzt schon. Es ist einfach super wenn man eben mal da hin kann und gemütlich nen Chai trinken kann und vielleicht sogar noch andere Freiwillige trifft.
Es war also einfach ein super entspannter Tag, an dem man mal die etwas blöde Situation beim Projekt vergessen konnte. Wir hoffen aber beide echt, dass das noch was mit dem Projekt wird, weil die Leute hier einfach echt super sind. Wir üben uns also noch ein bisschen in Geduld und verbringen möglichst viel Wartezeit in Mysore.


I know I already posted an entry this morning but I'm so happy right now so I wanted to share this with you. Ava and I finally were allowed to go to the city by ourselves!! I have to admit, the first thing we did was eat pizza and french fries but the both of us had a graving for fast food.
After that we just wanted to have a quick look around in a shop for Sarees - and bought some right away. We were a little bumped because we couldn't take them with us right away because the tops had to be stitched first but it's ok.
When we had bought some Indian snacks - I guess I won't lose any weight here - we went to Adil & Azam again and also met Ben, another volunteer from Germany. I really love this place because we can just go there whenever we want and have a cup of chai and relax.
So all in all it was a great day and we could forget the problems at the project for some time.
We hope we can spend a lot of time, of which we are waiting for our duties, in Mysore. I gotta go now, dinner is ready but best regards from India ;)

Freitag, 5. September 2014

Für Papa ;) - leider klappt das mit den Bildern nicht so wie erhofft, deswegen hier wenigstens mal ein paar

Ava und Ich
Azam & Adils Stand
Vor dem Mysore Palace mit "Ma'am"



Mysore Market
Picknick im Zoo



Und jetzt?...

Ich dachte ich meld mich wieder, wenn wir endlich unsere feste Aufgabe haben, worüber wir eigentlich diese Woche mit der Headmistress und dem Direktor reden wollten, aber nach der feinen indischen Art wurde das ein bisschen nach hinten verschoben.... auf November.
Aber von Anfang an, wir hatten uns schon am Montag gewundert, dass die Schüler einfach so zwei Stunde hatten, in der wir sie unterrichten sollten, in einem Prüfungsirrelevantem Fach. Unsere Zweifel wurden bestätigt, als am Beginn jeder Stunde eine Lehrerin vorm Klassenzimmer stand, die eigentlich jetzt diese Klasse unterrichten sollte. Am Dienstag sind wir dann doch mal mit der Computerlehrerin zur Headmistress gegangen, wo wir dann zu dem Schluss kamen, dass das so keinen Sinn macht. Dabei wurde auch unsere Vermutung bestätig, dass die absolut keine Ahnung haben, was sie mit uns machen sollen. Der Direktor, der eigentlich Freiwillige wollte, ist nämlich mittlerweile in Rente und jetzt dürfen wir es ausbaden, dass die dem ICDE nicht sagen konnten, dass sie doch keine Freiwilligen wollen.
Was wir jetzt die nächsten Wochen so machen sollen ist uns auch noch nicht so ganz klar. Wir sind dann heute nochmal zum Direktor – so langsam nervt es echt, dass die nie auf uns zukommen – und der meinte dann nur, wir sollten den September nochmal so weiter machen. Bleibt die Frage, mit was, da wir im Moment wirklich nichts zu tun haben. Mittwoch und Donnerstag haben wir immerhin zwei Lehrerinnen vertreten können aber heute saßen wir nur in ein paar Klassen und haben uns den Unterricht angehört, was zwar auch mal ganz interessant war, aber einen Monat lang?! Bald fangen wohl auch schon wieder Prüfungen an und dann fällt sogar das weg.
So wirklich befriedigend ist das hier alles noch nicht und wir fragen uns echt, was wir hier eigentlich sollen.
Jetzt warten wir also erstmal auf November und hoffen, dass sie sich bis dahin etwas haben einfallen lassen ansonsten weiß ich echt nicht ob das hier noch was wird.


My plan was to write a new entry as soon as we get our fixed task for this year, which we were told we would get this week but, thanks to the fine Indian manner, this was postponed… to November.
But let’s start at the beginning. On Monday, we already wondered how these classes, which we should teach in whatever subject we wanted to, could spare two periods that easily. Apparently this was also the thought of the teachers who were supposed to teach these classes in subjects which are actually relevant to exams. So on Tuesday we went to the headmistress together with one of the computer teachers. We came to the conclusion that this really wasn’t the way it could go for the next months. We also discovered how right we were with our assumption that they had no idea on what they should do with us. The principal who wanted volunteers in the first place retired last year and now we have to sit through the result of them not being able to tell ICDE that they don’t want volunteers anymore.
Now we don’t have any idea what to do over the next few weeks. We went to the principal again today – it’s really getting on our nerves that they never make any effort to talk to us first – and he said we should just keep going with whatever we are doing right now but that would be nothing.
Wednesday and Thursday we at least substituted for two teachers who were absent. Today, however, we just sat in some classes and listened to the teacher which was interesting, sure, but for the entire month?! Also there will be exams starting soon so we won’t even be able to do that then.
This is really frustrating and we keep wondering why we are here at all.
So now we will wait for November and hope that they will have a plan for us by then. Otherwise I don’t know if this will get us anywhere.